Die Zeit in Beuvron war kürzer als geplant, denn wir hatten ein Stromproblem. Also suchten wir uns einen Campingplatz mit Stromanschluss. Und in Long landeten wir auch wieder und genossen zwei herrliche Tage an der Somme.
Samstag in Beuvron
Samstag, 13. Juni: Es ist sooo schön in Beuvron, so ruhig, so entspannt und friedlich. Im Sommer sind zwar viele Touristen da, aber zu dieser Zeit hält es sich in Grenzen. Und vor allem am frühen Morgen kann man die wohltuende Stimmung auf sich wirken lassen.
Wir schlenderten zum Bäcker. Da es heute wärmer war, wurde Emma teilweise chauffiert. Manche Läden öffneten gerade erst, aber in der Bäckerei war schon viel los. Baguette, Croissants und Törtchen lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Wir fanden den Gang durch das Dorf super schön und anschließend genossen wir noch einen Kaffee draußen vorm WoMo. Ja und eigentlich wollten wir zwei Tage bleiben. Aber dann piepste unsere Batterie bzw. Solaranlage. Keine Ahnung, was da los war. Jedenfalls waren wir stromlos und auf diesem Platz gibts keinen Stromanschluss.
So mussten wir aufbrechen und uns einen Platz mit Strom suchen. Wir fuhren über 100 Kilometer, denn der erste ausgewählte Stellplatz war wirklich furchtbar. Die Strecke war wunderschön, aber führte teils über sehr sehr enge Straßen. Zum Schluss hatten wir das Gefühl, ein Stück über einen Radweg zu fahren. Obs so war? Keine Ahnung. Und wir fragten uns, welche Maurer diese immens hohe Brücke mauerten. Nirgends werden sie erwähnt, dabei waren sie doch die Helden, die so ein Bauwerk schufen.
Letztlich landeten wir auf einem Campingplatz in Neufchâtel-en-Bray. Der Ort liegt auch noch in der Normandie und in Pays de Bray. Die Plätze auf dem Campingplatz sind sehr schön und groß angelegt. Und es gibt gute Möglichkeiten, mit dem Hund zu wandern. Der Campingplatz war übrigens schon fast voll. Irre, um diese Zeit. Oder sind irgendwo schon Ferien?
Wir schnappten uns erstmal die Emma und gingen ein Stück spazieren. Sie war sehr froh, dass sie mal wieder ohne Leine laufen konnte. Die Landschaft ist traumhaft schön und idyllisch. Ich musste immer wieder stehenbleiben und diese Gegend bewundern.
Der kurze Weg nach Long
Sonntag, 14. Juni: Wir genossen noch einmal diese Spazierstrecke mit der schönen Aussicht. Und dann fuhren wir weiter. Wir hatten schon einmal einen longen Weg nach Long. Das ist aber schon 11 Jahre her – Wahnsinn. Diesen Platz fahren wir fast immer an. Long liegt in der Picardie und an der Somme und ist von Wasser umgeben. Die Strecke war wieder traumhaft. Diesmal habe ich sie nicht gefilmt, aber ich kann euch sagen: Sie war ganz wunderbar. Normandie, Picardie, Bretagne – das sind schon wunderschöne Landschaften.
Die Strecke war nur rund 80 Kilometer kurz und zwischendurch hielten wir an, um in einem Wald zu frühstücken. Normalerweise stehen wir in Long auf dem Stellplatz vor dem Campingplatz. Da funktionieren derzeit die Stromanschlüsse nicht. Unsere Solaranlage scheint zwar wieder zu funktionieren, aber irgendwo muss ja eine Macke sein.
So nahmen wir diesmal den Campingplatz. Der ist sehr groß, sehr schön im Grünen angelegt und er liegt direkt an der Somme. Es hat seit zwei Monaten neue Betreiber. Sehr sympathische junge Leute.
Es waren heute 26 Grad, also für unser Empfinden schon sehr warm. Emma sah das auch so, aber abends ist sie gelaufen.
Das erste Stück im Wagen, aber schon sehr neugierig auf den Spazierweg, den sie ja schon gut kennt.

Der Campingplatz vermietet unter anderem Zelte:

Und diesen Weg lieben wir sehr. Wir sind ihn schon gefühlte 20 x gegangen und auch beradelt haben wir ihn schon.
Zurück am Camping hatten sich Franzosen zum Boule getroffen.

Die Stimmung hier auf dem Platz ist wohltuend und noch so typisch Campingplatz mäßig und so, wie wir es mögen.
Montag, 15. Juni: Morgens unternahmen wir einen langen Spaziergang. Für so etwas ist der Buggy jetzt Gold wert, sonst könnten wir das gar nicht machen. Und für Emma ist das ebenso toll, denn sie liebt Erkundungstouren und sie kann aufgrund des Buggys immer noch dabei sein. Besser, als sie alleine im WoMo zu lassen, wie es manche Halter von alten Hunden tun. Nö nö, das kommt bei uns aber nicht in die Tüte.
Emma tut die Sommertour richtig richtig gut und heute staunten wir nicht schlecht: Von rund 4 Kilometern ist sie fast 3 Kilometer gelaufen. Sie zeigt immer gut an, wenn sie in den Buggy will und wenn sie nicht will, dann bleibt sie da nicht drin. Das letzte Mal bin ich im März mit ihr Strecken dieser Länge gelaufen. Das war in Spanien, als es noch nicht warm war.
Heute lief und lief sie, hatte wieder das Leuchten in den Augen und das Grinsen im Hundegesicht – einfach total schön.
Ööhm, das sollte keine Freiluft-Übung sein:

Emma sollte eigentlich zwischen meine Beine zu mir laufen. Aber nööö, Madame hatte andere Ideen und lief einmal um den Buggy herum. Da ließ sie mich in dieser Pose stehen.
Und diese Wolle von Pappeln lassen meine Allergie wieder etwas aufblühen. Die fliegen hier in Mengen herum.

Rückweg komplett mit leerem Buggy.
Zum Schluss leinte ich sie an, weil sie unbedingt ins Wasser wollte. Aber das ging erst ganz am Ende der Strecke und dafür mussten halt die Enten mal kurz weichen.
Auf unserem Platz hat sie sich dann noch genüsslich im Gras gewälzt, während wir draußen frühstückten. Ein richtig schöner Vormittag war das.
Heute werden wir noch bleiben und morgen verlassen wir Frankreich – vorerst. Mal schauen, ob wir morgen leckere belgische Pommes speisen können.
Bis dahin, bleibt gesund, munter und fröhlich
Mary, Gerd und Emma






































