Hilsen fra Denmark

Das war Dänisch, würde jetzt die Sendung mit der Maus sagen. Und es heißt: Grüße aus Dänemark. Wir sind in drei Sprüngen von Belgien nach Dänemark gesprungen. Das war echt ein langer Ritt, aber wir wollten vor der anrollenden Hitzewelle hoch im Norden sein.

Von Long nach Belgien, nach Borken und Amelinghausen – uff

Lange Überschrift, aber der Ritt war auch echt lang und anstrengend.

Dienstag, 16. Juni: In Long hatten wir noch das totale Urlaubsfeeling. So gemütlich und idyllisch und so entspannt. Aber wir lasen von der anrollenden Hitzewelle und es hat ja nu einen Grund, weshalb wir jeden Sommer irgendwo in nördlichere Gebiete reisen: Null Bock auf Hitze!

Das hat auch in den ersten Jahren noch super geklappt. In den letzten Jahren rollt immer irgendwann eine eklige Hitzewelle an.

Also erstmal ab nach Belgien. Und ich habe gar keine Videos gedreht oder Fotos geschossen, einfach weil ich keine Lust hatte. Die Strecken durch Belgien sind allerdings auch nicht so sehenswert.

Was ich euch sagen kann ist: Wir haben leckere belgische Pommes gespeist. Das können sie, die Belgier. Und wir haben auf einem ruhigen Platz übernachtet – irgendwo am Rande eines Dorfes.

Mittwoch, 17. Juni: Nu gabs eine lange Fahrt. 9 Stunden sind wir gefahren und gefahren und gefahren. Durch Belgien und die Niederlande bis nach Borken. Dann hat uns die Energie und Lust verlassen. Natürlich haben wir immer mal wieder eine kurze Pause eingelegt. Emma war frohen Mutes, zumindest an diesem Tag noch. Sie wollte trotz der stundenlangen Fahrt in Borken erstmal ne Runde wandern. Da ging es auch noch mit den Temperaturen, wobei angenehm auch kein passender Begriff wäre.

Donnerstag, 18 Juni: Früh sind wir aufgebrochen, bevor die Sommerlaune wegen Hitze im Keller verschwinden konnte. Emma fand das richtig doof – das frühe Aufstehen. Sie hätte zwar liegenbleiben können, wollte aber alles mitbekommen. Selbst schuld, oder so.

Es wurde warm und wärmer und wir fuhren bis Amelinghausen in der Lüneburger Heide. 5 Stunden Fahrt in 4 Etappen. Die Luft stand und nix wehte. Keine Ahnung, wer den Sommer erfand. Auf uns trifft dieses Bild sehr gut zu:

Stellplatz am See in Dänemark

Freitag, 19. Juni: Nochmal dran ziehen und nochmal früh aufstehen. Emma hatte schon resigniert oder so. Sie dachte wohl, dass wir nicht mehr ganz dicht seien, aber hätte sie gewusst, warum wir das tun, hätte sie uns bestimmt dankend die Füße geküsst.

Wieder fuhren wir mehrere Stunden, denn wir mussten noch einkaufen, tanken, ver- und entsorgen etc. Und dann ging es über die Grenze und zum Stellplatz am See, wo wir letzten Sommer mehrmals waren. Bei 28 Grad stand auch hier die Luft. Aber Emma warf sich direkt ins kühle Nass:

Sie hat so ein Zuppelfell und haart wie verrückt. Scheinbar weiß das Fell gerade nicht, wo es sich lassen soll.

Nachts wurden wir gegen halb 4 von Gewitter, Sturm und Regen wach. Während wir uns einfach umdrehten und weiterschliefen, hatten unsere Stellplatznachbarn mit ihren Dachzelten keinen Schlaf mehr. Sie packten zusammen und fuhren weg.

Übrigens sieht die Wettervorhersage für die Bretagne nicht so prickelnd aus. Das sind die Vorhersagen für den Ort, wo wir unser Haus hatten (mitten im Finistere):

2022 war es schon unnormal heiß in der Bretagne. Falls die Wetterfrösche die Wahrheit sagen, wird das nochmal stark getoppt. Gut, dass wir uns für den hohen Norden entschieden haben.

Samstag, 20. Juni: Morgens noch sehr warm (28 Grad, fühlte sich zunächst wärmer an), dann wehte ein leichter Wind und es wurde angenehm. Wir haben gechillt und gar nichts getan. Und auch Emma legte einen absoluten Ruhetag ein.

Der Stellplatz ist wieder mal sehr sehr wohltuend. Es herrscht so eine gute, ruhige und friedliche Stimmung hier. Genau unser Ding. Und auch die Hunde sind gechillt. Gegenüber von uns ist der Chill in Basset-Person. Echt irre, wie gelassen der Hund ist. Neben uns eine Ridgeback-Hündin, die gerne auf dem Rücken liegt und dabei ziemlich albern aussieht. Dann noch ein Foxterrier und noch weitere Wuffs.

Es gibt echt nichts zu berichten, außer, dass es uns gut geht und wir uns im Norden einfach wohlfühlen.

Noch ein paar Fotos von Emma im See:

Wir lassen es uns hier auf dem Platz noch bis Dienstag gutgehen. Danach werden wir einen Troll besuchen. Den zeige ich euch dann.

Ich hoffe, euch geht es ebenfalls gut. Es ist ja fast überall eklig heiß, aber es soll ja auch Menschen geben, die das richtig schön finden.

Bis bald und bleibt gesund, munter und fröhlich

Mary, Gerd und Emma

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