In Staun war es zwar schön, aber wir sind aus Gründen doch eher abgereist. Und dann entdeckten wir den Halkaer See, wo wir übernachteten und morgens von Pferden begrüßt wurden. Weiter ging es zum Vilsted Sø und auch dieser See fazinierte uns wieder. Was gibt es hier tolle Naturgebiete. Und Achtung, der Beitrag enthält viele Fotos.
Noch ein paar Staun-Eindrücke
Mittwoch, 22. Juli 2026: Die App sprach die Wahrheit und die Wolkendecke löste sich gegen Mittag aus. Es folgte ein sonniger Nachmittag.
Emma ging nicht baden, weil ihr den Wind zu kühl war. Wir genossen aber noch Kaffee und Kuchen mit Blick auf den Fjord.
Spontane Weiterfahrt zum Halkaer See
Am frühen Abend kam noch ein Wohnwagen dazu. Und die bauten dann auf und holten ihren Hund raus. Ein Hund, den man als Listen- oder Kampfhund bezeichnet. Und dieser Hund sah sehr unnett aus und wurde an einer sehr dünnen Leine am Wohnwagen befestigt.
Bei uns gilt seit Beginn der Auswanderung die Regel: Wenn einer ein unwohles Gefühl hat, dann wird der Platz gewechselt. Diesmal war es nicht einer von uns, sondern wir beide hatten ein mulmiges Gefühl. Bevor jetzt Freunde dieser Rassen zum Hauen und Schimpfen ausholen: Es ist mir völlig wurscht, was andere denken, auch bei diesem Thema. Es hätte allerdings auch Schäferhund oder sonst was sein können. Wenn der Hund schon ein komisches Verhalten zeigt und die Halter ebenso, dann riskieren wir freiwillig nichts. Dafür haben wir schon genug Mist mit (deutschen) Hundehaltern in Spanien erlebt.
Also haben wir kurzerhand entschieden: Wir fahren weg. Und so fuhren wir nur wenige Kilometer weiter bis zum Halkaer See. Das ist ein kleiner See und es ist sehr ruhig dort. Wir blieben einfach nur zum Übernachten. Natürlich wollten wir erstmal zum See und Emma baden lassen.
Vom Platz aus (ein Schotterparkplatz) blickt man direkt auf den See, aber man musste erstmal diesen Pfad ein Stück am See entlang gehen. Und kurz vorm Wasser stoppte Emma mit quietschenden Pfoten und machte eine Kehrtwende. Bevor wir überlegen konnten, was sie hatte, hockten auch schon die ersten Bremsen auf unseren Armen. Wir folgten gerne Emmas Fluchtinstinkt.
Egal, denn es war eh schon fast 20 Uhr und wir hatten nicht vor, hier länger zu bleiben. Also haben wir den Gang über den Pfad genossen (als wir die Bremsen abgehängt hatten), genossen vom Wagen aus noch den Blick aufs Wasser und sagten später Gute Nacht.
Morgens um 6
Donnerstag, 23. Juli 2026: Wir sind hier immer so früh wach, weil es einfach verdammt früh hell wird. Diesmal war es aber gut, dass wir zu Frühaufstehern wurden.
Wir stehen auf einem Parkplatz und die Ränder sind abgezäunt. Heute Morgen kamen auf der rechten Seite 4 Pferde und auf der linken Seite 4 Pferde angeflitzt. Zuerst dachte ich, dass sich die 2 Gruppen nicht vertragen, denn sie glotzten sich ständig an (wir, also der Platz, in der Mitte sozusagen). Aber dann galoppierte die eine Gruppe los und lief zur anderen. Gemeinsam trabten sie weiter.
Ich habe keine Ahnung von Pferden und ihre Gesichter sehen für mich immer gleich aus, also so ohne Mimik irgendwie. Aber diese wirkten happy, können sie in einer Herde leben und das Areal ist so riesig, dass sie auch galoppieren möglich ist.
Gemütlichkeit und Natur pur am Vilsted Sø
Wir ließen den Morgen sehr gemütlich angehen, da bei den Pferden. Es war so eine wahnsinnig friedliche Stimmung, von der wir uns gerne einhüllen ließen. Emma bekam natürlich auch ihren ersten Auslauf, aber sie wollte wegen der Bremsen nicht mehr zum Pfad.
Dann zogen wir weiter und die Strecken sind hier auch mal schöner. 21 Kilometer weiter liegt der Vilsted Sø.
Irre schön ist es da und wir haben uns erst einmal in Ruhe umgeschaut. Es gibt auch hier wieder Picknickbänke, auch überdachte, ein WC und einen großen Lagefeuerplatz.
Der Platz lud zu einem Frühstück im Freien ein. Also packten wir unsere Picknicktasche und genossen es sehr, mit Blick auf den See zu frühstücken. Die Wiese ist übrigens wie ein dicker, weicher Teppich.
Nach dem Frühstück fuhren wir auf die andere Seite des Sees.
Jetzt standen wir auf einer Halbinsel und wieder diese friedliche Stimmung. Es sind auch ein paar Wanderer und Fotografen hier und ein Stück vor dem Parkplatz gibt es einen Shelter (Schlafhütte) für Wander- oder Radurlauber.

Wir sind zum Beobachtungshäuschen gelaufen. Da es wieder wärmer war, lief Emma ein bisschen mehr als den halben Weg und die andere Zeit saß sie im Buggy.
Und wie gut die Kühe hier leben dürfen. Riesige Wiesen und sie baden auch gerne.
Diese friedliche Stimmung und die Ruhe waren sehr angenehm. Abends noch ein kleiner Spaziergang…
… und dann versammelten sich neben uns Gänse und machten sich zum Schlaf bereit.
Wir haben die Nacht ganz alleine dort verbracht und sind in herrlicher Stille aufgewacht.
Bis zum nächsten Mal, bleibt gesund, munter und fröhlich
Mary, Gerd und Emma









































































