Wir waren für ungefähr eine Stunde in Deutschland und sind nun wieder auf dem Weg nach Nordjütland. Jo jo, manchmal sind wir ein bisschen meschugge, aber so sind wir halt. Und jetzt besuchten wir den Troll Stifinder Stig, der am Svanholm See wohnt.
Einmal quer durchs Land
Wir befanden uns noch in diesem Naturgebiet am Vilsted Sø, als wir morgens in der Wetter-App sahen, dass die nächste Hitzewelle angerollt kommt. Sie trifft zwar Norddeutschland nicht so hart wie andere Regionen Deutschlands, aber alles über 25 Grad fühlt sich halt total eklig an. In Spanien ist das anders. Da ist es bei 25 Grad angenehm warm.
Also überlegten wir, was wir tun möchten. Uns dreien geht’s halt bei Hitze und vor allem bei schwüler Hitze richtig kacke und meinen Job könnte ich dann auch pausieren. Nöööö, das wollen wir aber nicht. Hat ja schließlich einen Grund, warum wir jeden Sommer von Spanien in kühlere Regionen reisen.
Unser Gas ging jedoch zur Neige. Eine dänische Flasche kaufen? Das wäre doof, wegen Platzmangel. Also was solls. Andere fahren für wenige Tage Urlaub 500 Kilometer und mehr. Da werden doch die knapp 300 Kilometer zu schaffen sein. Dänemark ist ja nun mal ein Miniland.
Überlegt, beschlossen und umgesetzt. So verbrachten wir den Freitag mit Fahren, kauften flott in Deutschland Gas und andere Dinge und fuhren wieder nach Dänemark. Den Samstag verbrachten wir am Hejsager Strand, der wegen Wetter überhaupt nicht voll war. Das genossen wir natürlich sehr und so konnten wir ein paar schöne Spaziergänge mit Emma am Strand unternehmen.
Troll Stifinder Stig Bei Sønder Felding
Sonntag, 26. Juli 2026: Nach einem Morgenspaziergang setzten wir uns wieder in Bewegung. Ziel war der Troll Stifinder Stig am See Svanholm Sø. An diesem See gibt es auch wieder einen Shelterplatz (Schlafhütten) mit Lagerfeuerplatz und ebenso überdachte Picknicktische und Toiletten. Schon klasse. Eine Hütte ist auch belegt.

Der Weg hin und zurück waren nur 1,4 Kilometer.

Da Emma aber heute Morgen schon einen knappen Kilometer gelaufen ist, waren wir nicht sicher, ob sie diese Strecke schafft. Also nahmen wir den Buggy mit. Keine gute Idee, wie sich herausstellte.
Wenn Emma nicht weiß, wie lang der Weg ist, wird sie unsicher und möchte zurück oder in den Buggy. Wir chauffierten sie ungefähr 10 Meter. Dann musste sie aussteigen, weil es unmöglich war, sie über die Wurzeln zu fahren.

Sie lief dann die gesamte Strecke und das locker flockig, während Gerd mit dem Buggy kämpfte.
Und dann sahen wir Stifinder Stig:
Die Trolls baut Thomas Dambo immer aus recycelten Materialien. Man beachte die Details wie Fingernägel und Zähne:
Stifinder Stig und seine Geschichte
Stifinder Stig ist Troll Nummer 152 und er wohnt seit 2024 an diesem See. Für den Bau des Trolls wurden die Materialien mit einem Floß über den See gebracht. Der Troll steht genau gegenüber des Picknick- und Shelterplatzes.
Und das wird zu Stifinder Stig gesagt:
Er ist ein Pfadfinder, der keinen Kompass braucht, weil er seinem Herzen und seinem Instinkt vertraut. So krabbelt er auf allen Vieren und ist immer auf der Suche nach geheimen Naturpfaden und neuen Abenteuern. Stifinder Stig ist der festen Überzeugung, dass man sich die besten Wege selbst schafft.
Schon toll oder? Ich kann euch nur sagen, dass man eine Troll-Sucht entwickelt, wenn man einen gefunden hat. Zudem kommt sofort das innere Kind zum Vorschein, wenn man vor einem Troll steht.
Da es zu nieseln begann, traten wir den Rückweg an.
Emma war die ganze Strecke fröhlich und fit, hält zwar jetzt eine Siesta, ist aber neugierig genug, um immer wieder aufzustehen und nachzuschauen, welche Leute angekommen sind.
Hier gibt es auch einen Hundewald. Davon gibt’s in Dänemark ziemlich viele. Wir sind noch in keinen reingegangen. Diese Hundewälder sind jedoch recht groß und umzäunt und werden scheinbar gut genutzt. Als wir mittags ankamen, waren einige Hundehalter unterwegs.
Wir werden uns noch einen gemütlichen Abend machen und morgen weiter gen Norden tuckern.
Bis dahin, bleibt gesund, munter und fröhlich
Mary, Gerd und Emma























