Helligsø Darg bei Sindrup und der Weg dahin

Eher durch Zufall landeten wir in Helligsø Darg bei Sindrup inmitten einer wunderschönen Fjordlandschaft. Der Limfjord ist auch gar nicht weit weg, den wir letztes Jahr schon lieben lernten. Und: Maximal 22 Grad, juhu. Das ist das für uns ideale Sommerwetter.

Tvis Mølle – Entspannung pur

Sonntag, 12. Juli: Wir fuhren morgens vom Skulpturpark weg und steuerten das nächste Ziel an: Tvis Mølle. Hier waren wir letztes Jahr schon einmal. Es gibt einen schönen Wandelgarten, einen See, einen Bach und eine große Wiese mit Picknickplätzen, Lagerfeuerplatz und einer Halle mit langen Tischen und Bänken.

Habe nur zwei kurze Videos gedreht und keine Lust zum Fotografieren gehabt.

Und natürlich noch mehr Emma. Sie war fit und fröhlich und genoss es, zwischendurch ein kleines Bad zu nehmen.

Wir waren am Sonntag dort und es war natürlich gut besucht. Auf der Wiese spielten Kinder, die Erwachsenen genossen Grill, Picknick in der Halle oder im Freien und abends auch ein Lagerfeuer. Dennoch war die Atmosphäre sehr angenehm.

Montagmorgen war es so was von ruhig und bis 11 Uhr waren wir ganz alleine. Dann gesellten sich zwei Wohnmobile dazu und abends erschienen wieder Familien und Spaziergänger. Weil es so ruhig und entspannt war, blieben wir einfach noch bis Dienstag. So konnte ich auch in Ruhe arbeiten. Und Emma genoss noch mehrmals ein Bad im kleinen Teich oder im Bach.

Was uns in Dänemark mal wieder auffällt

Es fiel uns schon letztes Jahr auf und diesmal auch wieder: Irgendwie scheint in diesem Land etwas anders zu laufen.

Die Herzlichkeit der Dänen

Dass es in diesem Land entspannt zugeht, ist schon beim Grenzübergang spürbar. Und wenn man Dänen begegnet, sind 99 Prozent von ihnen sehr freundlich, respektvoll und herzlich. Ausnahmen bestätigen die Regeln, denn natürlich gibt es auch in diesem Land unfreundliche, mürrische Leute, deren Mundwinkel so weit herabhängen, dass man aufpassen muss, nicht draufzutreten. Doch der überwiegende Teil ist uns bisher nur angenehm aufgefallen.

Respektvoller Umgang mit Natur und Picknickplätzen

Ehrlich, in Deutschland wären Picknickhütten, Lagerfeuerplätze, offene Schlafhütten und Co. schnell demoliert. Und in Spanien wäre die Hütte vollgekackt und es lägen auf der Wiese abends große Berge Müll überall herum.

In Dänemark scheint das anders zu sein. Abends sieht man höchstens mal ein aus der Hosentasche gefallenes Tempo. Ansonsten nirgends Müll, obwohl hier keine großen Müllcontainer stehen, wie das in Spanien der Fall ist. Es gibt kleine Mülleimerchen. Und wir haben letztes und dieses Jahr mehrere dieser Plätze gesehen. Überall das gleiche Bild.

Es muss ja irgendwie an der Erziehung liegen, oder? Mich würde interessieren, mit welchen Werten die Kids in Dänemark aufwachsen und wie ihnen das vermittelt wird.

Höflicher Umgang unter Hundehaltern

Und auch Hundebegegnungen verlaufen hier durchweg angenehm. Wie ich las, gelten hier Regeln, die auch tatsächlich von 99 Prozent der Hundehalter eingehalten werden – so jedenfalls unsere Erfahrungen. Ein Hund darf weder zu anderen Hunden noch zu Menschen einfach hinrennen. Es gilt von Mai bis Oktober Leinenpflicht. Es gibt aber viele große Hundewälder und dort dürfen Hunde freilaufen, solange sie bestens abrufbar und natürlich freundlich sind und zu keinen anderen Hunden oder Menschen rennen.

Wir müssen hier keine Tutnixe fürchten und auch keine asozialen Hunde. Es ist total angenehm. Wir empfinden die Dänen als sehr hundefreundlich. Wenn wir anderen Hundehaltern begegnen, wird freundlich gefragt, ob sich die Hunde mal Hej sagen dürfen. Und seltsamerweise funktioniert das sehr gut. Die meisten Hunde, die wir bisher erlebt haben, waren trotz Leinenpflicht sehr sozial, friedlich und freundlich.

Wie gesagt gibt es immer Ausnahmen der Regel. Aber unsere Erfahrungen sind auch dieses Jahr wieder sehr gut. Wir sind hier nur Touristen und bekommen natürlich einen oberflächlichen Blick und keinen tiefen Einblick. Dennoch fallen diese und andere Unterschiede stark auf.

Weiter ging es bis Bremdal

Dienstag, 14. Juli 2026: Nach einem Morgengang sind wir weitergefahren und das gar nicht mal so weit weg. Es ging bis Bremdal zur Struer Bugt. Dort gibt es zwar einen Campingplatz, aber wir nahmen einen der kostenfreien Stellplätze daneben. Der liegt ebenfalls direkt an der Bucht.

Der Strand ist so lang, dass sich die Badegäste bestens verteilen. So konnten wir mit Emma immer eine freie Stelle finden, damit sie ein erfrischendes Bad nehmen konnte. Wir waren mit ihr drei Mal an der Bucht und auch gegen 20 Uhr war sie noch fit und fidel und wollte nochmal dahin gehen.

Es war allerdings heute warm und schwül. Ok, wenn ich jetzt schreibe, dass es 26 Grad waren, lacht ihr euch in Spanien oder in Deutschland kaputt. Es war aber wirklich warm, ehrlich. Zumindest ist das weder unsere noch Emmas Wohlfühltemperatur, wobei sich 26 Grad in Spanien angenehmer anfühlen als hier.

So konnten wir jedenfalls nicht ewig weit am Wasser entlang spazieren, denn das wäre hier sehr gut möglich. Platz ist aber markiert, wenn wir irgendwann nochmal Dänemark bereisen.

Helligsø Darg bei Sindrup

Mittwoch, 15. Juli 2026: Heute Morgen sind wir recht früh mit Emma zum Meer gegangen. Die Ziegen fanden die Emma sehr spannend und glotzten sie an, als sei sie eine Außerirdische. Danach sind wir weitergefahren und wir fuhren direkt in den Nebel. Hier ist ja eine große Fjordlandschaft und der Limfjord ist auch nicht weit. Eine richtig tolle Landschaft.

Und eigentlich wollten wir an einem Platz in der Landschaft Helligsø Darg bei Sindrup nur frühstücken. Es gefiel uns aber so gut, dass wir einfach blieben. Wir stehen direkt am Wasser zwischen Nissum Bredning und Krik Vig. Es duftet nach Meer und es ist angenehm ruhig.

Und dann schauten wir uns mal das Wetter für diese Gegend an und jetzt ist klar, dass wir uns noch eine Weile hier aufhalten:

Und da nicht jeder Dänemark kennt, hier mal ein Screenshot von der Karte. Überall Wasser.

Nachmittags sind wir nochmal kurz entsorgen gefahren. Das war am Hafen in ca. 20 Kilometer Entfernung möglich.

Dort war es wesentlich wärmer und halt immer so drückend schwül, wie wir das auch von Deutschland kennen. Also flott entsorgt, Frischwassertank befüllt und schnell wieder zum Platz am Wasser mit Wind.

Emma hatte heute Chill-Tag, aber abends wollte sie nochmal los.

Leider können wir hier nur ein kleines Stück gehen, denn dann folgen Steine über Steine. Und darüber kann Emma nicht mehr laufen. Wir haben ja lange gerätselt, warum sie oft nicht mehr über unebene Wege gehen wollte und stattdessen lieber geteerte Wege nahm. Früher war das umgedreht. Silke, die wir letztens in Dänemark trafen, erklärte, dass Arthrose bei den meisten Hunden an den Zehen anfängt, so wie bei Menschen an den Fingern. Und das würde ganz viel erklären.

Emma stand jedenfalls ratlos vorm steinigen Weg und sie sah uns hilfesuchend an. Da hilft nix, außer umkehren. Und dann stand Emma da und schaute aufs Wasser. Sie wollte dahin und ein Bad nehmen, aber der Strand ist nicht sandig, sondern steinig. Sie wollte sich zum Wasser kämpfen, musste jedoch aufgeben. Das tat mir wirklich leid. Morgen werde ich sie mal über die Steine tragen, damit sie baden kann.

Ja und dann hatten wir direkt vor unserer Nase einen wunderschönen Sonnenuntergang.

In Dänemark scheinen sich immer erst abends die Plätze mit Wohnmobilen zu füllen, wobei wir bisher noch keinen wirklich vollen Platz erlebt haben. Wir standen den ganzen Tag mit einem französischen Van an diesem Platz. Erst abends gesellten sich noch zwei deutsche WoMos und ein schwedisches Wohnmobil dazu.

Schauen wir mal, wie lange wir hier verweilen. Morgen sicherlich noch nicht und für den nächsten Stopp haben wir uns schon Plätze ausgesucht. Aber wer weiß, welche Plätze wir auf dem Weg sehen und wo wir beim nächsten Mal landen.

Bis dahin, bleibt gesund, munter und fröhlich

Mary, Gerd und Emma

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