Étape par étape vers Châtillon-sur-Indre

Palluau-sur-Indre – da waren wir mal vor einigen Jahren. Und in Crozant ebenso. Und weil uns das wieder in den Sinn kam, nahmen wir das nochmal als Ziel. Wir fuhren natürlich in kleineren Schritten dahin und übernachteten mal hier und mal dort. Dann erlebten wir herbe Enttäuschungen und schließlich landeten wir in Châtillon-sur-Indre.

Von Boulliac bis Donzenac

Sonntag, 07. Juni: Die Nacht in Boulliac am Lot war sehr ruhig. Wir waren nur drei Wohnmobile. Das wird in einem Monat anders aussehen. Den Morgen ließen wir langsam angehen. Und die Morgenrunde fiel kurz aus, denn Emma wollte heute Langschläferin sein. So fuhren wir vor dem Frühstück los, während die Hunde-Omi in ihrem Bett blieb.

Wieder führte uns Frau Google über eine schöne Strecke und durch viele hübsche Orte mit alten, urigen Häusern. Die Strecke war allerdings sehr sehr kurvig. Dennoch empfehlenswert.

In Donzenac gibt es einen Stellplatz und einen Campingplatz. Beides liegt am Fluss Le Maumont. Wir entschieden uns für den Stellplatz und nahmen dort einen Platz mit großer Wiese vor der Türe. Draußen nahmen wir erst einmal ein Frühstück ein, das zum späteren Stück wurde. Es wurde dann ziemlich warm und kein Schatten am Platz. Das war ein bisschen blöd.

Am Abend gingen wir mit Emma zum Fluss, der eher ein Bach ist. Emma konnte es kaum abwarten, sich ins kühle Nass zu stürzen.

Viel mehr ist an diesem Tag gar nicht passiert. Ich habe ein wenig gearbeitet und ansonsten haben wir es uns gutgehen lassen.

Nächste Übernachtung in Saint Priest Taurion

Montag, 08. Juni: Morgens regnete es ein bisschen, aber nur kurz. Ich hatte heute Arbeitstag und somit ist gar nicht viel passiert. Wir mussten noch Wäsche waschen, sodass es irgendwann zum nächsten SB-Waschsalon ging, nur wenige Meter vom Platz entfernt. Mit frischem Wäscheduft im Wagen ging es weiter.

Wieder fuhren wir durch viele mittelalterliche Orte. Und wir sahen viele blühende Kastanienbäume, total schön. Zwischendurch machten wir einen kleinen Stopp, um leckere Tarte aux pommes zu speisen – mmmmh köstlich.

In Saint Priest Taurion standen wir auf einem kostenfreien Platz direkt am Fluss Le Taurion.

Crozant, Palluau-sur-Indre, Châtillon-sur-Indre – und die herben Enttäuschungen

Dienstag, 09. Juni: Yeah, gestern viel geschuftet, heute frei. Ich freute mich schon sehr auf Crozant. Dort waren wir auf der ersten Tour: Klickst du hier.

Es war nur rund eine Stunde zu fahren und wir fuhren fast nur durch Natur. Auch wieder schmale Straßen durch herrliche Landschaft. Die Fahrt war somit sehr schön, vor allem mit der Vorfreude auf Crozant, den Fluss und den Ort der Künstler.

Ja und dann kamen wir in Crozant an und sahen: Der ganze Ort war eine Straßenbaustelle. Shit. Und der Ort ist eng. Wir gurkten dadurch und suchten den Weg zum Campingplatz. Keine Hinweisschilder, nix. Einmal vor, wieder zurück, wieder durch den Ort, aber keine Chance.

Camping geschlossen, weil überall die Straßen aufgerissen waren. Wir hätten uns auch irgendwo anders hingestellt, nur da ist es so eng, dass wir uns nirgends hinstellen konnten. Es gab einen Platz in Hanglage – auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

So quetschten wir uns erneut durch den Ort und fuhren eine schmale Straße runter. Jedenfalls könnt ihr auf dem Video die Fahrt nach Crozant und die Burgruine sehen.

Schade, sehr sehr schade. Wir hätten zwar nicht alle Wege mit Emma und dem Buggy meistern können, aber wir hatten uns schon genau überlegt, wo wir gehen.

Wir hielten erstmal an, tranken nen Kaffee und bewunderten wenigstens zwei Kunstwerke:

Palluau-sur-Indre – die nächste Enttäuschung

Palluau-sur-Indre wäre zwar frühstens morgen dran gewesen, aber nu entschieden wir: Dann fahren wir eben heute dahin. Auch das war ein Ort, den wir auf der ersten und nochmal auf der zweiten Tour genossen hatten: Klickst du jetzt hier.

Da war nämlich nix los und wir hatten einen ganzen Campingplatz für uns alleine. Und so stellten wir uns vor, dass das jetzt wieder der Fall sein könnte. Also nochmal rund eine Stunde Fahrt, diesmal über normale Straßen und durch eher charmlose Orte – bis auf einen.

Was soll ich euch sagen?

Wir fuhren auf den Ort und den Campingplatz zu und sahen auch den Campingplatz sowie Hinweisschilder dahin. Yeah! Er schien noch zu existieren. …

Und dann: Der Platz ist geschlossen und zugewuchert. Bis zum Fluss kommt man auch nicht mehr, denn es wurde eine Höhenbegrenzung angebracht.

Ja ei verbibbsch, was ist denn heute los. Manchmal sollte man Orte einfach nicht ein weiteres Mal besuchen. Aber nur manchmal.

Wir schauten nach, wo der nächste Stellplatz ist. Und es gibt einen, der weder geschlossen noch zugewuchert, allerdings dennoch etwas in die Jahre gekommen ist. Der befindet sich in Châtillon-sur-Indre, nicht weit von Palluau entfernt.

Es ist ein Campingplatz mit heruntergekommenen Mobilheimen. Mit uns stehen 3 weitere WoMos auf dem Platz. Wir haben also wieder eine große Wiese fast für uns allein, nur nicht so idyllisch wie in Palluau.

Wir gingen zunächst mal ein Stück mit Emma, also, einmal seitlich am Camping vorbei zum Canal.

Nun ja… wir staunten nicht schlecht, als wir uns den Canal anschauten. Selbst Emma war baff.

Dahinter befindet sich ein großer Picknickplatz, der auch vor lauter Einsamkeit eingeht.

Also flott wieder zurück zum Wagen.

Hier bleiben wir auf jeden Fall. Vielleicht bis morgen Mittag oder so.

Unser Krafttier im Sommer 2026

Treue Leser wissen, dass wir jedes Jahr während der Sommertour ein Krafttier haben. Mal waren es Rehe, mal andere Tiere – immer die, die auffällig oft bei uns erscheinen. Diesmal ist es der Bussard. Ständig taucht einer direkt neben oder vor uns auf.

Mal nachgelesen, was der Bussard als Krafttier bedeutet und joar, das passt ganz gut zu den Gedanken und Gefühlen, die seit Anfang der Tour zumindest bei mir auftauchen:

Der Bussard ist ein fokussierter, wacher Jäger. Er erscheint, wenn es darum geht, Dein Feld zu schützen und all das abzuwehren, was nicht zu Dir gehört. Seine Präsenz ist eindeutig: Nicht alles, was sich nähert, darf bleiben. Nicht jede Stimme verdient Gehör. Der Bussard hilft Dir, Worte und Energien an Dir abperlen zu lassen, statt sie zu verinnerlichen. Er lädt Dich ein, Dich zu neuen Gedanken, neuen Handlungen und neuen Manifestationen aufzuschwingen. Nicht aus Trotz, sondern aus innerer Klarheit heraus.
Was nimmst Du Dir zu sehr zu Herzen, obwohl es nicht Deines ist?

Wobei gilt es, wachsamer zu sein?

Welches innere Feuer möchte neu entfacht werden?

Quelle: https://www.wirkendekraft.at/Krafttier_Bussard/

Nu werde ich nochmal über die Wiese gehen, die hohen Bäume betrachten und dann werden wir etwas Leckeres kochen.

Schauen wir mal, wo wir bei der nächsten Fahrt landen.

Bis dahin, bleibt gesund, munter und fröhlich

Mary, Gerd und Emma

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