Hasta luego España – Salut France

Ups, nu sind wir schon in Frankreich. Sonntag in Spanien losgefahren und Mittwoch in Frankreich. Klingt für einige nicht wild, aber für uns war das echt flott. Und sobald wir in Frankreich reinfahren, beginnt für uns die langsame Fahrt. Gemütlich tuckern und genießen.

Auf Wiedersehen Spanien – Hallo Frankreich

Mittwoch, 03. Juni 2026: Wir hatten gestern einen sehr angenehmen und entspannten Tag in St. Pere Pescador. Es wehte ein kühler Wind bei rund 26 Grad. Das tat richtig gut. Zudem war es recht leer auf diesem riesigen Platz. Also rundum Wohlgefühl. Allerdings waren wir noch etwas müde von der ganzen Fahrerei. Macht aber nix.

Den Mittwochmorgen ließen wir ruhig angehen. Kein frühes Aufstehen, sondern langsam wachwerden, Kaffee im Bett trinken und eine kleine Runde mit der Emma gehen. Erst danach fuhren wir los, immer mit Blick auf die Berge, die noch ein bisschen mit Schnee bedeckt waren.

Und getankt haben wir auch noch und zwar mit einem Lächeln, denn in Frankreich und Deutschland werden wir bestimmt weinend an den Tankstellen stehen.

Frühstück am Salzsee

Wir suchten einen Platz zum Frühstücken, obwohl es schon Mittag war. Gerd fand einen Platz an einem Salzsee – keine Ahnung, wie dieser Etang hieß. Das war auch sehr schön dort, allerdings sind die Sträßchen arg schmal. Wir schafften es, ohne Gegenverkehr zum See zu kommen. Es standen sogar ein paar Wohnmobile dort.

Emma hatte wegen starkem Wind keinen Bock auf ein Bad. So frühstückten wir genüsslich mit Blick auf den See, bevor wir weiterfuhren.

Auf nach Fabrezan

Letztes Jahr entdeckten wir auf der Rückfahrt das Dorf Fabrezan und seinen Stellplatz. Die Fahrt ging über eine Weinstraße und entlang an riesigen Weinfeldern. Wir sahen auch große abgebrannte Waldflächen. Da muss wohl letzten Sommer ein Feuer gewütet haben.

Der Stellplatz liegt auch an Weinfeldern und am Dorfrand. Es standen nur drei weitere Wohnmobile auf dem Platz, also auch wieder ein entspannter Raum. Emma wollte direkt eine Runde drehen. Den Gefallen tat ich ihr sehr gerne. Schon irre. Letztes Jahr Ende September wollte sie dort kaum gehen, bzw. sie konnte irgendwie nicht. Jetzt marschierte sie los. Aber dann war ihr doch nach einem Nickerchen, denn wir sind in Südfrankreich und kühl ist es hier nicht. Aber, auch das ist egal. Hier gibts viel Schatten und zudem Wind.

Canal du Midi muss sein

Donnerstag, 04. Juni 2026: Die Nacht war noch warm, aber am Morgen war es schon spürbar kühler. Der Platz in Fabrezan gefällt uns sehr gut. Es ist ruhig, es ist nicht viel los und nachts hörten wir Eulen in unmittelbarer Nähe.

Irgendwann morgens schlenderten wir mit Emma ein Stück an der Weiden-Allee entlang. Ich musste fotografieren, denn die Baumstämme sind seeehr breit, teils gespalten und es wächst so viel auf den Felsen, die dort liegen. Eine kleine Welt in der großen Welt.

Und in den Baumstämmen sitzen junge Dohlen, die von ihren Eltern versorgt werden.

Emma war heute etwas müde – wir aber auch. Dennoch verlief die rund einstündige Fahrt wieder sehr entspannt. Also, zumindest was Emma betraf. Wir sind nämlich ein bisschen vom Weg abgekommen, den uns Google anzeigte.

Zunächst ging es jedoch durch weite Landschaft, wobei die Dörfer sehr eng waren. In einem Dorf begegnete uns ein LKW, uff. Wir quetschten uns aneinander vorbei. Gut, dass Gerd hinterm Steuer saß. Ich wäre ausgestiegen und zu Fuß weitergelaufen.

Und dann bog Gerd versehentlich falsch ab und wir landeten auf einer sehr schmalen Straße. Na vielleicht haben wir gerade die Phase der schmalen Straßen. Am Salzsee ja auch schon. Die Landschaft war trotzdem sehr interessant und am Ende sahen wir auch noch eine Büffelherde.

In Südfrankreich müssen wir immer auf der Hin- und Rückfahrt mindestens einen Tag und eine Nacht am Canal du Midi stehen. Das hat schon bei uns Kultstatus oder so. Von Fabrezan bis zu „unserem“ Platz in St. Martin Lalande sind es ca. 70 Kilometer, für die wir über eine Stunde brauchten.

Der Himmel zog sich immer mehr zu und es wurde kühl und kühler. Eine herrliche Erfrischung nach den heißen Tagen. Nachmittags fing es an zu regnen und die Temperaturen rutschten auf 18 Grad und dann auf 15 Grad. Morgens soll es aber wieder frühlingshaft mit 21 Grad sein. Also genießen wir den kühlen Tag.

Schauen wir mal, ob wir morgen weiterfahren oder einfach stehenbleiben. Das werde ich euch berichten.

Bis dahin, bleibt gesund, munter und fröhlich

Mary, Gerd und Emma

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