Normandie mit Wohnmobil

Beuvron en Auge die…ich weiß nicht, die wie vielte

Es gibt Orte, da zieht es uns immer wieder hin. Einer ist Beuvron en Auge in der Normandie. Und welche Etappen wir machten, das erfahrt ihr im Beitrag.

Montoire-sur-le-Loir – ohne e

Mittwoch, 10. Juni: Langsam in den Tag starten, mit Emma zu diesem fast leeren Canal gehen und dann arbeiten. Beim Job hatte ich ein sehr inspirierendes Gespräch mit einem potenziellen Kunden. Das war wirklich gut. Und anschließend gondelten wir los. Zunächst steuerten wir einen Platz an der Loire an, der uns aber nicht gefiel. Die Strecke war auch nicht so spannend, sodass ein sehr kurzes Video entstand. Wir waren während der Fahrt mit Gesprächen beschäftigt, die an den Call mit dem potenziellen Kunden anschlossen. Also auch wieder sehr bereichernd.

Wenn man sich der Loire nähert, tauchen natürlich auch Schlösser auf. Irgendwann werden wir noch einmal eine Loire-Tour mit Schlossbesichtigungen in Angriff nehmen.

Wir sind ein paar Kilometer weitergefahren und standen auf einem Stellplatz am Loir (ohne e). Wieder sehr schön mit großer Wiese und großen alten Bäumen. Mit dem Duft von gemähtem Gras und Laub. Wir sind direkt ein Stück am Fluss entlang gegangen. Der Buggy war dabei, blieb jedoch leer. Die kleine Hunde-Omi wollte selbst die Welt erkunden und zwar auf eigenen vier Beinen.

Sehr idyllisch hier und der anschließende Kaffee wurde draußen geschlürft. Und das Wetter spielt dieses Jahr bisher auch gut mit: 19 Grad, Sonnenschein, zwischendurch mal ein paar Wölkchen = herrlich angenehm. … und während ich diesen Satz schrieb musste ich lachen, weil ich an einen lieben Nachbarn (Randolf) denken musste. Der Sonnenanbeter wird bestimmt beim Lesen meines Wetterberichtes laut prusten. Für ihn wäre das fast schon Winter.

Wir haben jedenfalls die Zeit im Grünen genossen und Emma konnte auch nicht genug bekommen. Sie wollte abends noch zwei Spaziergänge unternehmen. Und wenn der Hund das will, dann fügen wir uns.

Les Chênes … hier waren wir doch schon mal?!

Donnerstag, 11. Juni: Witzig manchmal. Da kommt man an einen Ort, der einem irgendwie bekannt vorkommt.

An diesem Morgen war erstmal Arbeit angesagt. Jaja, die Welt der digitalen Nomaden sieht halt in der Realität ganz anders aus, als auf den hübschen Fotos bei Social Media. Nix mit Laptop am Strand hocken und lustig die Sonne ins Gesicht scheinen lassen (da sieht man eh nichts auf dem Bildschirm, mal abgesehen von den ganzen Sandkörnern im Laptop-Getriebe). Und auch nix mit aufm Dach des coolen Vans hocken und dort mit Wind in den Haaren arbeiten. Das ist alles nur Getue und um zu zeigen, dass das Leben nur noch aus Friede, Freude und Eierkuchen bestünde. Allerdings kann und will ich gar nicht klagen, denn ich liebe meinen Job und ich arbeite in der Regel maximal 5 Stunden täglich. Also genug Zeit, um Reisen zu genießen.

Am späten Mittag fuhren wir weiter. Es ging in die Normandie. Die Straßen waren jetzt nicht mehr schmal und wir schlängelten uns auch nicht mehr kurvenreich zum Ziel. Dennoch gab es hier und da Schönes zu sehen.

Wir hatten uns per Park4Night einen kleinen Platz im kleinen Ort Les Chênes (die Eichen) ausgesucht und waren schon ganz gespannt. Und als wir auf den kostenfreien Platz zufuhren, sagten wir fast im Duett: „Hier waren wir doch schon einmal!“. Und ja, letztes Jahr standen wir hier auch für eine Nacht. Lustig irgendwie.

Erstmal bekam Emma einen kleinen Gang, wobei es eher ein Spaziersteh ist. Je älter sie wird, umso mehr muss sie in Ruhe schnüffeln.

Und später am Abend watschelten wir zum See.

Also, wie soll ich es sagen. Wir haben schon viele Seen in Frankreich gesehen. Dieser Lac ist ausgesprochen hässlich. Nicht der See an sich, sondern das, was daraus gemacht wurde. Alles grade, Zaun um einen großen Abschnitt. Nööö, das ist aber sehr unschön. Es liegt natürlich im Auge des Betrachters. Für unsere Augen hatte der See so gar nichts.

Dann sahen wir die Kirche

Das wirkte aus der Ferne nett und urig. Also sind wir dahin marschiert. Naaaaja, ich habe ein paar schöne Dinge fotografiert. Der Ort ist nicht schön und die Kirche hatte auch wenig Charme. Wie immer im Leben gibts Schönes und weniger Schönes gleichzeitig.

Jetzt wissen wir wenigstens, wie es in diesem Ort aussieht.

Der Platz wurde übrigens voll und voller. Letztlich stellten sich Wohnmobile auf die Wiese, weil die wenigen Plätze belegt waren. Wer hätte das gedacht, in diesem Ort. Die Nacht war trotzdem sehr ruhig. Würde somit nichts ausmachen, wenn wir noch einmal zufällig auf diesem Platz landen.

Beuvron en Auge – der Ort mit sehr viel Charme

Freitag, 12. Juni: Heute Morgen sind wir weitergefahren. Ca. 90 Kilometer durch die Normandie und wir sind fast nur zwischen riesigen Hecken gefahren. Muss also im Herbst oder Winter sehr stürmisch sein. Die Normandie gefällt uns fast so gut wie die Bretagne, nur dass die Bretagne einfach kuscheliger und mystischer ist. Aber die Normandie hat eine unwahrscheinlich schöne Landschaft und ganz viele alte Fachwerkhäuser.

Die Fahrt war somit mal wieder total schön. Und Emma genießt sie ebenfalls. Vielleicht ist es für sie sogar eine Erleichterung, dass ihr Gehör nachgelassen hat. Wer weiß. Denn, mit diesen großen Stehohren konnte sie bei uns in Spanien Schildkröten hören, die sich ganz weit oben aufm Berg befangen. Muss ja dann ziemlich anstrengend sein, wenn Geräusche der zivilisierten Welt in diese Lauscher eindringen. Jetzt liegt sie ganz entspannt und döst oder schläft sogar während der Fahrten. Und dann ist sie wach und fit, wenn wir irgendwo anhalten.

Ein kurzes Video von der Fahrt:

Witzig ist, dass wir letztes Jahr auch am 12. Juni in Beuvron en Auge waren. Und weil es hier im Blog schon ganz viele Bilder von dem Ort gibt, habe ich heute nur ganz kurz den Anfang vom Gang zum Ort gefilmt.

Falls ihr mehr vom Ort sehen möchtet:

Klickt hier

und hier

Und nu: Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund, munter und fröhlich

Mary, Gerd und Emma

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