29. September 2026

Noch ein bisschen Frankreich

Irgendwie sind wir nun schneller durch Frankreich gefahren, als wir geplant hatten. Da es aber überall noch so warm ist, können wir auch schon nach Spanien fahren. So sind wir bereits kurz vor der Grenze.

Stellplatz in Saint-Geniès

Sonntag, 27. September 2026: Mittags kamen wir in Saint-Geniés an. Nun ja, vielleicht wäre der Stellplatz bei normalem Wetter hübsch. Oder auch nicht. Es gibt einen großen Spielplatz und einen sehr kurzen Spazierweg. Der Platz liegt an einer Straße, die zwar nicht viel befahren wird, aber der Charme bleibt trotzdem aus. Und es gibt einen Bach und der war viel zu flach.

Emma freute sich auf ein Bad, denn wir hatten wieder 29 Grad und Schwüle.

„Halloooo, Wasser, wo bist du denn?“

„Mal an der Böschung schauen, obs da mehr Wasser gibt“

Aber nö, der Bach blieb flach. Und so marschierte sie mit gekühlten Pfotenspitzen wieder zurück.

Wir schauten uns noch den Brunnen an.

Mehr gabs hier nicht zu bewundern. Ist natürlich auch immer schwer, wenn man von so einem tollen Platz kam, wie der hinter diesem wunderhübschen und charmenten Dorf, wo wir Rainer trafen.

Aber es gab Strom und so konnten wir unsere Batterien laden. Das war ja auch schon mal was.

Lisle-sur-Tarn am Tarn

Montag, 28. September 2026: Wir gondelten heute über sehr kurvige Straßen bis Lisle-sur-Tarn. Zunächst hat die Fahrt noch viel Freude bereitet. Es war von den Temperaturen angenehm und der Großteil der Strecke war echt schön. Frankreich hat sooo tolle Orte. Ein paar habe ich auf der Fahrt für euch festgehalten.

Da wir nochmal Strom laden wollen, bevor wir zum Canal du Midi gurken, stehen wir wieder auf einem Stellplatz. Wir stehen am Tarn und an einem Weiher. Die arme Emma kann schon wieder nicht ins Wasser. Uferböschung zu steil. Dabei ist es erneut eklig schwül-warm mit 29 Grad. Das wird natürlich in Spanien nicht besser. Wir sind mal wieder zu früh nach Hause gefahren.

Nützt nix, nu sind wir unterwegs. Und der Charme ist jetzt auch vorbei. Diese dürre Landschaft mag ich schon in Spanien nach dem Sommer nicht. Dass nun auch Frankreich so stark an Trockenheit leidet, ist ein Trauerspiel.

Der Platz hier ist bestimmt schön, wenn es grün ist. Jetzt ist er einfach nur hässlich. Vertrocknete Wiesen, vertrocknete Blätter rieseln von den Bäumen. Also neeee, zum Wohlfühlen ist das nichts.

Vor einer Woche ist Emma noch lustig am Strand rumgesprungen. Sie ist auch noch relativ gut drauf. Aber, je mehr eklig-warme Tage wir haben werden, umso weniger mag sie laufen. Hoffentlich fängt bald der Herbst in Spanien an.

Wir haben hier nichts genossen. Ich musste noch arbeiten und abends konnten wir leider nicht lange draußen sitzen. Neben uns ist ein gammliger Teich, über den sich scheinbar die Mücken freuen. 5 Minuten draußen und man hat zig Stiche.

Mal sehen, wie es morgen am Canal du Midi ist. Da sind wir normalerweise immer gerne.

Ruckzuck waren wir in Fabrezan

Dienstag, 29. September 2026: Früh morgens erstmal arbeiten und dann mit Emma gehen. Die war heute Morgen so richtig gut drauf. Es waren rund 20 Grad und sie hüpfte und flitzte und… saß plötzlich im Wasser. Eine Sekunde nicht hingeschaut und schon nahm sie ihr Bad. Reinspringen war kein Thema, aber raus kam sie nicht mehr alleine. Dafür war die Böschung zu steil. Gut, dass sie Geschirr trägt. Damit konnte ich sie aus dem Wasser hieven.

Wenig später fuhren wir weiter. Ziel war „unser“ Platz am Canal du Midi. Schon auf dem Weg dahin stiegen die Temperaturen. Es war bedeckter Himmel und es wurde wieder sehr schwül. Am Canal du Midi wehte ein sehr starker Wind mit heftigen Böen. Der Wind war leider warm, also nix mit Abkühlung. Fenster konnten wir nicht öffnen, denn die wären weggeflogen.

Emma hechelte wie irre – wir auch. Also sind wir kurz entschlossen weitergefahren.

Nu stehen wir in Fabrezan bei 24 Grad. Angenehm ist es zwar nicht, dafür ists zu schwül. Abends wehte dann ein leichter und kühler Wind in den Tuppi. Der Himmel ist ziemlich schwarz. Mal sehen, ob wir Regen bekommen.

Wahrscheinlich fahren wir morgen über die Grenze. Das entscheiden wir morgen, wenn wir einen Blick auf die Wetter-App geworfen haben. Heute war wohl Starkregen in den Gebieten hinter der Grenze.

Bilder gibts dann wieder, wenn wir in Spanien sind.

Bis dahin, bleibt gesund, munter und fröhlich

Mary, Gerd und Emma

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