30. September 2022
Äpfel und Meer

Äpfel und mehr – oder: Apfel-Meer

Äpfel, Äpfel, Äpfel – wir träumen schon davon. Heute fuhren wir zu einer Apfelpresse und anschließend ans Meer.

Der Apfel-Wahnsinn

Wir haben über 40 Apfelbäume und das ist auch schön. Da wir die Bäume in unserem Garten genießen, werden wir nur einen Baum fällen, wenn er alt und schwach ist. Zudem sind Bäume bekanntlich für die Natur mehr als wichtig. Nu scheint dieses Jahr ein gutes Apfeljahr zu sein. Unsere Bäume waren so was von voll, dass sich die Äste bogen. So haben wir jetzt sehr viel Apfelmus, eingekochte Apfelstücke und Apfelgelee und dazu gibt es immer mal wieder einen Apfelkuchen. Wir wurden der Lage nicht Herr, Wahnsinn.

Wir fragten die Pferdezucht im Dorf, aber die meinten, die Pferde würden sich zanken, bekämen sie Äpfel. Wir fragten eine andere Pferdebesitzerin. Sie kam sich dann einen Sack Äpfel holen. Dann stellen wir ein Schild und Äpfel an die Straße: Gratis Äpfel zum Mitnehmen. Und diese Woche hielt ein Mann, der in unserer Nähe eine mobile Pizzeria hat. Er fragte, ob er das pflücken könnte, das wir nicht mehr brauchen. Darf er natürlich und gerne! Wir hatten an dem Tag schon 4 Säcke gepflückt und die bekam er schon mal geschenkt. Er kommt wieder und holt sich die restlichen Äpfel.

Pressi-Mobil und Carhaix

Was konnten wir noch mit den vielen Äpfeln machen? Saft! Also kauften wir uns eine kleinen Handpresse. Gerd bekam ordenlich Muskeln und der kaltgepresste Saft schmeckte sehr gut. Allerdings wäre er wochenlang beschäftigt, bei der Menge an Äpfeln.

Ich suchte im Internet nach einer Möglichkeit, um Saft pressen zu lassen. Und siehe da: In Carhaix gibt es eine Saftpresse – Pressi Mobile. Das ist wirklich genial gut. In Carhaix fahren wir immer einkaufen (oder am Canal Nantes-Brest spazieren). Das ist nicht weit von uns entfernt. Man bekommt dort den Saft der eigenen Äpfel. Von Deutschland kenne ich es so, dass man Äpfel abgeben konnte und man bekam dafür Saft, aber nicht den der eigenen Früchte. Pressi Mobile hat eine Presse auf dem Hof, aber auch mobile Pressen. Sie kommen wohl auch zu einem nach Hause oder sie fahren zu Parkplätzen. Wir haben direkt einen Termin ausgemacht und haben 10 Säcke Äpfel gepflückt. Ein kleiner Baum bringt ungefähr 100 Kilogramm Äpfel. Wir ließen 200 Kilogramm pressen.

Pressi Mobile ist sehr gut organisiert. Sie sagen, dass das Pressen und Abfüllen etwa 9 Minuten pro 100 Kilogramm Früchte dauert und das kam hin. Wir waren nicht alleine dort, aber es ging zügig und es verlief sehr professionell. Die Äpfel werden heiß gepresst und der Saft ist in der Verpackung noch stundenlang heiß. Man kann ihn bis zu 2 Jahren lagern und eine angebrochene Packung hält sich rund 8 Wochen.

Das Pressen kostet 1,20 Euro pro Liter + Mehrwertsteuern. Ist also nicht so ganz günstig. Allerdings wird der Saft in Geschäften für 3,20 Euro pro Liter verkauft. Es hat sich gelohnt und wir würden es wieder machen. Bio-Apfelsaft ohne Zusatzstoffe und das aus dem eigenen Garten = einfach nur klasse. Wir haben nun 120 Liter Saft. Büsschen viel :)).

Garten und so

Auch wenn die Äpfel viel Arbeit kosten, genießen wir unser Zuhause in vollen Zügen. Außerdem kommen wir durch die Äpfel mit Leuten in Kontakt.

Wenn wir morgens die Türe öffnen, sitzen wir beide mit einem glücklichen Grinsen im Gesicht und starren in den Garten. Und so grinsen wir uns durch den Tag – beim Frühstück, während wir im Garten arbeiten oder dadurch wandeln und wenn wir abends zum Tagesabschluss draußen sitzen. Das Grinsen geht auch nicht weg, wenn wir die zahlreichen schönen Spaziermöglichkeiten in unserer Umgebung nutzen. Unsere Gesichtsmuskeln sind sehr gut trainiert – und das sorgt für eine ordentliche Ausschüttung an Glückshormonen. Ich zeige euch nu nicht, wir wir grinsen, sondern ein paar Ausschnitte der letzten Wochen.

Nach Apfelpresse ab ans Meer

Wir sind heute früh aufgestanden, weil wir um 9h30 an der Saftpresse sein mussten. So sah unser Blick heute aus, als wir um halb 8 die Türe öffneten und anschließend mit den Hunden gingen:

Herrlich oder!? So richtig schön herbstlich. Das lässt in mir ein Gefühl der Gemütlichkeit entstehen. Nachdem wir von der Saftpresse zurückkamen und den Anhänger im Garten abgestellt hatten, sind wir nach Lampaul gefahren. Dieses ortsunabhängige Arbeiten, das mit meinem Job möglich ist, weiß ich immer noch sehr zu schätzen. Zudem mag ich meinen Job total gerne.

Aber nu ging es erstmal durch schöne Landschaften und nach Lampaul. Hier ist es wieder ruhig geworden. Wir sind auf dem Camping Municipal, weil man dort um diese Jahreszeit tatsächlich mehr Ruhe hat, also beim Freistehen. In „unserem“ Bereich stehen wir ganz alleine. Ansonsten befinden sich noch 2 oder 3 andere Camper irgendwo auf dem Platz. Wir sind mittags bei Ebbe mit den Hunden gelaufen und haben uns am Abend wieder die Springflut angeschaut (immer an Vollmond). Achtung! Es ist nicht nur Springflut, sondern in diesem Blogbeitrag eine wahre Bilderflut :))

Nach dem Abendgang war der Apfelsaft abgekühlt und wir konnten ihn probieren. Ich kann euch sagen: Er schmeckt so richtig gut!

Wir wünschen euch eine schöne Zeit. Bis zum nächsten Bericht. Bleibt gesund, munter und fröhlich,

Marion, Gerd, Emma und George

2 Gedanken zu “Äpfel und mehr – oder: Apfel-Meer

  1. Ja, Äpfel und Pilze scheint es dieses Jahr reichlich zu geben. Was ich mich die ganze Zeit frage: Was macht der Mensch mit der mobilen Pizzeria mit den ganzen Äpfeln? Ich hoffe, ihr könnt Euch ein paar Vitamine für den Winter konservieren und wünsche Guten Appetit beim Apfelkuchen, Apfelsaft, Apfelmus 😉 LG Grit

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