28. Februar 2021

Treffen in der Heide und weiter gen NRW

Nach zwei schönen Treffen mit sympathischen Menschen und einem sympathischem Hund, sind wir nun in NRW – und schwitzen und ölen vor uns hin.

Heide-Treffen oder so

In Oberhaverbeck kam uns ein Paar besuchen, das wir vor über 18 Jahren in Aguilas kennenlernten. Damals haben wir uns aber nur flüchtig kennengelernt. Dank Facebook kam ich mit der Frau namens Riny wieder in Kontakt und jetzt haben wir uns endlich mal getroffen.

Es war ein sehr schönes Treffen und für uns sehr interessant, denn die Zwei erzählten von ihren vielen Reisen und wie sie das alles gemeistert hatten. Einfach klasse, solche Abenteurer, denn das sind sie für mich. Damals noch ohne Apps und Internet und all der Technik, die uns heute zur Verfügung steht.

Ansonsten war es leider viel zu heiß, um schöne und ausgiebige Spaziergänge in der Heide zu unternehmen.

Ein weiteres Treffen stand in Amelinghausen an. Dort standen wir über Nacht auf einem Stellplatz an irgendeinem See. Wie gesagt war es viel zu heiß und eeeklig schwül, um spazieren zu gehen. So drehten wir abends eine kleinere Runde am See entlang.

Am nächsten Morgen trafen wir uns mit Rastu, ihrem Mann und ihrem Hund Tony. Rastu und ich kennen uns von einem Hundeforum. Das zweite kleine Treffen auf dieser Tour mit Leuten aus dem Forum.

Wir gingen zu einem Bach. Dort im Schatten war es gut auszuhalten und die Hunde hatten viel Spaß. Und uns Menschen gefiel es ebenfalls sehr gut. Einer Wiederholung steht nichts im Weg – öhm, ok, außer viele Kilometer.

Nochmal Dümmer See

Weiter gings zum Dümmer See. Mmmh, wie soll ich es sagen? Vielleicht war es die Hitze, die bei manchen Menschen miese Laune und Streitlust auslöste. Vielleicht sind aber auch jetzt zur Zeit sehr seltsame Camper unterwegs. Schön war es jedenfalls nicht.

Es war immer noch heiß und eklig schwül. Paare stritten sich lautstark und am See war so viel los, dass es keinen Spaß machte. George hatte mehr Lust zu liegen statt zu laufen und Emma war von 101 Radfahrern genervt. Nun ja, es ist Sommer, es ist heiß und da sind halt Massen unterwegs.

Dreiländer See in Overbeck bei Gronau

Eigentlich wollten wir langsam und gemütlich durch Deutschland fahren, aber die Hitze und die vollen Plätze machen uns kirre. Dazu kommt das mega schlechte Internet in Deutscheland. Eigentlich wollte ich nämlich arbeiten. Dazu muss man wohl in der Stadt stehen, denn egal wo wir waren, das Netz war beschissen oder gar nicht vorhanden.

Bei der Hitze stellen wir uns aber ganz bestimmt nicht in die Stadt. Also hoffe ich weiter auf Plätze, wo es Internet gibt. Leider war das am Dreiländer See wieder nicht der Fall. Das Internet war mal da, dann wieder futsch.

Dazu noch diese streitlustigen oder/ und mürrischen Camper – nöööö, das wollen wir aber nicht. Eine Frau warf die Teller ausm Fenster, vor lauter Wut. Das nächste Paar wurde sich nicht einiger darüber, wie rum das Wohnmobil stehen sollte. Man konnte auch nicht weghören, denn man hing ja nur rum und versuchte diese Hitze zu überstehen.

Auch bei mir verursachen die Temperaturen etwas: Nicht ganz frisch im Kopf zu sein oder so. Am ersten Tag habe ich tolle Fotos von meinen Hunden geschossen, die total fröhlich waren, weil sie ins Wasser konnten. Öhm, abends stellte ich fest, dass keine Karte in der Kamera war.

Heute Morgen gingen wir früher los und wollten den See umrunden. Tja, dann sagte uns ein Mann, dass Hunde angeleint sein müssen UND: Badeverbot für Hunde im See. Jo, so macht Deutschland echt total Spaß. Das Ordnungsamt kontrolliert das wohl. Also haben wir uns umgedreht und haben den See verlassen.

Hausdülmen – ein Kessel…Hitze

13. August 2020 – So, nun sind wir am aktuellen Tag angekommen. Nach abgebrochenem Spaziergang sind wir losgefahren. Unterwegs war noch einkaufen angesagt und irgendwann am späten Mittag kamen wir in Hausdülmen an.

Jo, der Zirkus ist noch da. Der durfte sich ja wegen Corona nicht mehr von der Stelle bewegen. An einem Platz sind große Kieshaufen und dann stehen hier noch ein abgestellter Anhänger und eine LKW-Zugmaschine. Zwei Wohnmobile hatten noch Platz gefunden.

Es war mittlerweile wieder verdammt heiß (35 Grad und das bei absoluter Windstille, bäääh). Wir hatten keine Lust mehr weiterzufahren. Und eigentlich wollte ich endlich arbeiten. Aber: Internetkarte 1 hat gar keinen Empfang. Internetkarte 2 hat mal Empfang und mal nicht. Außerdem war das Wohnmobil mittlerweile eine Sauna.

Wir quetschten uns an den Rand und stellten unsere Stühle in den Schatten. Der überdachte Platz ist mit Flatterband gesperrt- vielleicht tummeln sich darunter die Corona-Viren? Wer weiß wer weiß…

Es war ein Kacktag und wir sind froh, wenn wir bald in der kühlen Bretagne sind. Eins ist klar: Never ever Deutschland im Hochsommer. Ich glaube, das ist auch der Gedanke unserer Hunde.

Abends wurde es nochmal schwüler. Der Himmel verdunkelte sich und ein leises Gewittergrollen war zu vernehmen. Jetzt regnet es und es ist etwas abgekühlt. Mal sehen, wie der morgige Tag verläuft und falls ich dann besseres Internet habe, könnte ich auch mal arbeiten.

Und falls das morgen wieder so heiß wird und das Internet wieder verschwindet – dann werfe ich vielleicht auch mal die Teller ausm Fenster. Vielleicht hilft das :))

2 Gedanken zu “Treffen in der Heide und weiter gen NRW

  1. Ich habe schon öfter bei euch versucht zu kommentieren, aber irgendetwas klappt offenbar nicht!?!?
    Im Corona-Sommer 2020 war in Deutschland absolute Ausnahmesituation! Sobald der Lockdown beendet war, fuhren alle, die Wohnwagen/Wohnmobil ihr eigen nannten, los. Die anderen mieteten oder kauften gar neu (60% Zuwachsrate im August!), weil sich niemand ins Ausland traute, schon gar nicht mit dem Flieger (ging zu Anfang ja auch noch gar nicht, weil nicht alle Länder ihre Grenzen öffneten). Urlaub im Wohnmobil bedeutete, ohne größere Gefahren trotzdem reisen zu können, da man autark ist. Es gibt sowieso schon zu wenige Stell- und Campingplätze für die Anzahl an Wohnmobilen, aber 2020 wurden alle Dimensionen gesprengt! Insofern ist es nicht verwunderlich, dass es euch nicht gefallen hat. Ich denke auch, dass viele der Neu-Camper sich etwas anderes vorgestellt hatten bzw. sie den unrealistischen Werbeversprechen von der absoluten Freiheit erlegen sind. Da kann man schon mal die Wut kriegen und die Teller aus dem Fenster werfen! 😉 Ganz oft sind es auch nur die Männer, die diese Art, Urlaub zu machen, lieben und die Frauen hätten es viel lieber ganz anders.
    Leider wird es nächstes Jahr nicht besser werden.

    1. Hallo Ingrid,

      das stimmt. Viele haben sich einen Camper zugelegt oder gemietet und wollten die große Freiheit erleben :)) Vermutlich wird sich das in den nächsten 2-3 Jahren wieder ändern, wenn wieder andere Reisen möglich sind. Oder: Die Flugpreise werden erhöht und dann kann sich nicht mehr jeder Flugreisen leisten. Wir werden sehen, was passiert.

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