Schwindelerregende Fahrt

Mittlerweile sind wir in Frankreich. Doch die diesjährige Sommertour ist nicht ganz so, wie wir das lieben. Gerd reist mit zwei Problemfällen…

Fahrt über Pamplona, San Sebastian nach Parentis en Born

31. Mai 2018 – Nach diesem schönen Stellplatz auf der spanischen Oliven-Finca ging es weiter. Die Strecke für heute sollte uns nach Frankreich führen. Wir nahmen die Autobahn über Pamplona, San Sebastian und weiter über die Grenze bis Parentis en Born. Die Tour war gut. Hinter Pamplona wurde es dann bergiger und ein ganzes Stück war es seeehr neblig.

Maut-Autobahnen in Spanien sind einfach genial: Wenig Verkehr, gute Straße und man kommt gut voran. Vor San Sebastian wurde es dann hektischer. Und in Frankreich war es auch nicht mehr gemütlich. Einfach zu viel Verkehr, für unseren Geschmack.

Die Maut-Gebühren unterscheiden sich gewaltig. Keine Ahnung, ob etwas in Spanien geändert wurde. Wir zahlten jedenfalls weniger als PKW und für die Strecke weniger als 20 Euro. In Frankreich sah das schon anders aus und wir waren über die Preise etwas erschrocken.

So und nu kütt Problemfall Nr. 1: Marions Reisekrankheit. Ich (Marion) habe es in Aguilas schon gemerkt: Sobald wir mit Ernie fuhren, fühlte ich mich sehr unwohl. Wir sind dort allerdings nur sehr kurze Strecken gefahren und ich dachte, vielleicht müsse ich mich einfach nur an Ernie gewöhnen.

Es ist aber leider anders. Ich werde regelrecht reisekrank mit Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen etc. Schöne Kacke. Normalerweise hasse ich es, Autobahnen zu fahren. Auf dieser Tour bin ich um jede grade Strecke dankbar.

An dieser Stelle: Bitte keine Tipps. Ich habe schon alles probiert und nix hilft wirklich gut. Ernie ist weich gefedert und somit fühle ich mich wie auf nem Schiff.

Deshalb sind wir schnurstracks Parentis en Born angefahren. Keine ewige Suche nach einem Stellplatz, keine Rumkurverei, sondern irgendwohin, wo wir ein paar Tage bleiben können. Auf diesem Stellplatz waren wir letztes Jahr und dort blieben wir diesmal sechs Tage.

Parentis en Born und panische Emma

31. Mai bis 06. Juni 18 – Der Platz ist für 25 Wohnmobile ausgelegt. Wir standen an den ersten zwei Tagen mit ca. 10 Wagen und danach wurde es stetig leerer. Es ist ein ruhiger Platz, denn der Touri-Rummel fängt erst ein paar Kilometer entfernt an. Wir genossen die Zeit dort am See:

Am ersten Tag war Emma voll in ihrem Element: Grüne Wiesen + See = perfekter Platz. Und nu kommen wir zu Problemfall Nr. 2: Die Emma hat Panik vor großen Hunden.

Emma ist vor ca. 2 Monaten von einem großen Hund gebissen worden. Ich sags euch: Sehe ich die Frau im Herbst in San Juan de los Terreros wieder, sie darf sich ganz warm einpacken. Sie ließ ihren Hund los, obwohl er bereits Aggressionen zeigte. Sie war einfach nicht in der Lage ihre Hunde zu halten und machte einfach die Leine los. Der Hund stürzte sich direkt auf Emma, die ich wegen dieser Hunde angeleint hatte. Biss in die Körperseite und danach zerrte der Hund an Emmas Hinterbein. Der Hund ließ nur deshalb los, weil ich ihm in die Rippen trat.

Der Hund sah aus wie ein Labrador-Rottweiler-Mix, schwarz, groß, breit gebaut.

So und nu sind die körperlichen Schäden geheilt, aber die seelischen Narben sind geblieben.

Emma verweigerte sogar Spaziergänge an diesem See, weil sie dort große Hunde gesehen hatte. Sie läuft nun weg, panisch, sobald ein großer Hund in Sicht ist.

Somit müssen wir nun kleinschrittig mit ihr üben, damit sie wieder Vertrauen aufbaut und innere Sicherheit erlangen kann. Auf den Spaziergängen schaut sie sich ständig um, ob irgendwo Gefahr in Hundegestalt droht.

Übernachtungsplatz in Preignac an der Garonne

06. Juni 18 – Heute haben wir Parentis en Born verlassen und sind weitergefahren. Wir haben Landstraßen genommen, denn eigentlich genießen wir die Fahrten durch Frankreichs schöne Landschaften. Nun ja, mir ging es wieder schei… . Wir stehen jetzt an einem nicht so schönen Platz an der Garonne, die ebenso wenig schön aussieht. Neben uns stehen weitere drei Selbstausbauten, die heute wohl Waschtag haben.

Wir hatten schon überlegt, wieder zurück nach Spanien zu fahren. Aber, wir wollen jetzt wenigstens bis Ploudalmezeau kommen. Morgens gehts weiter und dann nur mit kurzen Strecken.

 

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