Holunder, Esel und mehr

Nun sind wir wieder ein Stück den Canal Nantes Brest runtergefahren, haben nun einen wirklichen Esel als Nachbarn erwischt und genießen weiterhin die schöne Bretagne.

Holunder in Gouarec

30. August bis 03. September –  In Gouarec gefiel es uns wieder gut, obwohl wir diesmal leicht genervt waren. Wir hatten uns diesmal extra gaaanz hinten einen Platz ausgesucht, wo sich sonst fast niemand hinstellt. Der erste Tag war auch sehr ruhig und angenehm. Außerdem hatten wir herbstliches Wetter.

In der Natur gabs wieder Schönes zu sehen:

Und es gab Holunder, von dem wir ein wenig ernteten und ihn zu Gelee verarbeiteten.

 

Hinter unserem Platz ist das Ende des Campingplatzes. Dort gibt es ein Tor, das bisher abgeschlossen war. Nun ja, es wurde geöffnet und nu rannte jeder gefühlte hundert Mal zum Tor, ging spazieren, kam zurück usw.

Nach über zwei Monaten mit riesigem Platz in den Dünen, wo wir wirklich unsere Ruhe hatten, waren wir nun doch etwas genervt. Zudem war das schöne kühle Herbstwetter schon am zweiten Tag vorbei. Es war warm und drückend schwül – bäh.

Montag beschlossen wir weiterzufahren.

Baud – ein Tag im Wald

03. September – Wir nahmen wieder Park4Night zur Hilfe und suchten uns einen Platz an einem kleinen See aus. Auf den Fotos sah das richtig idyllisch aus. Als wir dort ankamen, sah es ganz anders aus: Es gab 3 Stellplätze direkt nebeneinander, also wie so ein Parkplatz. Die lagen direkt, also wirklich direkt an der Straße. Teerplatz plus Straße – das ist ja schon gar nix für uns. Der See war ein Tümpel, der seine besten Zeiten hinter sich hatte.

Nö, das möchten wir aber nicht und wir wählten einen anderen Platz aus. Das war ein kleiner Camping Municipal in Baud. Jo, was soll ich sagen. Der Platz lag in einem kleinen Wäldchen am Ortsrand und in der Nähe gabs nen See. Es war – öde.

Wir blieben eine Nacht und tuckerten dann etwa 80 km weiter.

Saint Congard und der eselige Nachbar

04. September 18 – Auch Saint Congard kennt ihr ja schon. Wir mögen dieses kleine Örtchen und den Campingplatz, der sehr leer ist. Ein französisches Paar stand schon im Juni hier. Die Frau erkannte uns und kam und begrüßen. Mit uns standen 4 Wohnmobile auf dem Campingplatz – wie schön.

Wir wählten diesmal einen Platz aus, der sonst immer belegt ist. Der liegt ganz rechts vorne, direkt am Canal – muss ich hier für mich aufschreiben: Sehr schlechtes Internet auf diesem Stellplatz. Das war nämlich ein bisschen schwierig, wenn man arbeiten und Dokumente versenden muss. Also, beim nächsten Mal dran denken *merk*.

Es waren noch viele Rad-Urlauber und Hausboote unterwegs, mehr als Anfang Juni. Und wir hatten diese Nachbarn:

Oh man, war der Esel süß. Gerd war schon kurz davor ihn mitzunehmen, ahaha. Der Esel bekommt scheinbar von Campern ab und zu was Leckeres. Er macht nämlich ein bestimmtes Geräusch, um auf sich aufmerksam zu machen und das morgens, wenn wir raus kamen und wenn wir draußen aßen. Total witzig, ein bettelnder Esel.

Emma ging Esel und Ziege immer sehr freundlich begrüßen. Aber: Wehe, der Esel glotzte rüber, während wir aßen. Dann sprang sie auf ihn zu, wuffte einmal und wollte ihn vertreiben. Der Esel blieb aber sehr gelassen stehen – und ia-te sie laut an. Das dröhnte wohl in Emmas Ohren, die diese sofort anlegte und eilends zu uns getrabt kam.

Also, mit diesen Nachbarn hatten wir viel Spaß.

In Saint Congard hatten wir Glück und es wurde wieder schön herbstlich und angenehm kühl. Das mussten wir ausnutzen und holten nochmal die Räder hervor. Ein seltsames Boot wollte uns schon mitnehmen, aber wir wollten ja radeln. Das Boot sah aus wie ein schwimmendes, kleines Café.

Wie immer findet man in der Natur interessante und schöne Dinge. Leider hatte ich an einem Abend die Kamera nicht dabei und gerade dann standen eine Ricke mit ihren beiden Kitzen gaaanz nah am Weg. Nachts hörte man zwei Eulen rufen. Hach, schön oder?

Außerdem sahen wir diese Dinge:

Bains sur Oust

07. September 18 – Heute ging es weiter und zwar nach Bains sur Oust – das kennt ihr ebenfalls bereits. Ein bisschen erschrocken haben wir uns, denn so hässlich haben wir den Campingplatz noch nie gesehen. Es scheint im Sommer viel los zu sein, denn die Wiese ist trocken und braun. Zudem arbeiten sie hier, setzen neue Zäune etc. Es stehen drei Wohnwagen auf dem Platz, die aber leer sind. Vielleicht sind sie von den Arbeitern. Jedenfalls sind wir die einzigen Camper und haben den Platz für uns.

Auch die Natur ringsherum sieht etwas mitgenommen und trocken aus. Wir sind natürlich schon eine Runde gelaufen und haben wieder einiges gesehen:

Mal sehen, wie lange wir hier bleiben. Kommt drauf an, wie viel hier am Wochenende los ist (nebenan gibts ja Kletterwand, Kanuverleih, Paddlingboard-Verleih und auf dem großen Picknickplatz ist meist auch viel los). Und mal sehen, was das Wetter sagt. Es ist wieder wärmer und etwas drückend schwül. Die Wetter-App sagt, dass es täglich wärmer werden soll und Mittwoch soll der Höhepunkt erreicht sein. Könnte sein, dass man dann hier auf dem Platz etwas eingeht. Vielleicht tuckern wir die knapp 20 km wieder zurück und verweilen nochmal etwas in Saint Congard. Schauen wir mal.

Erstmal ist jetzt Siesta angesagt, denn heute ist ja Frei-Tag und da nehme ich mir frei.

Bis bald wieder

Mary, Gerd und Emma

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