Früher von Lampaul abgereist – aus Gründen

Manchmal glaube ich, dass nicht alles vom Menschen planbar ist, denn manchmal kommt es ganz anders, als man überhaupt dachte. So brachen wir unsere Zeit in Lampaul vorzeitig ab und mussten uns wieder von unserem neuen Crew-Mitglied verabschieden.

Lampaul – einfach wunderschön und herrlich

Kaum kamen wir in Lampaul wieder an, hatte ich direkt die beiden Wörter „Wunderschön“ und „Herrlich“ im Kopf. Die Gegend ist und bleibt meine absolute Lieblingsgegend. Jetzt im September gefällt es mir noch besser hier als im Sommer. Es ist leer, es ist ruhig, es ist herbstlich – einfach nur genial. Geplant war, dass wir noch zwei Wochen bleiben. Warum wir eher abreisten und was mit unserem neuen Crew-Mitglied ist und war, das könnt ihr in meinem Hundeblog nachlesen: Klickst du da. Näher möchte ich an dieser Stelle nicht auf Filou eingehen – das tue ich im Hundeblog, hier lest ihr im Reiseblog.

Zunächst hatten wir sehr herbstliches Wetter mit Nieselregen und Nebel. Wäre das Problem mit Filou nicht gewesen, wir hätten es in vollen Zügen genossen. Die Spaziergänge machten richtig Spaß, so einhüllt in Regenkleidung, Wind blies einem um die Nase und ab und zu zeigte sich mal die Sonne. Unser Blick war wieder mal genial schön und der Vollmond wirkte ebenso klasse.

Samstag war dann ein Surf-Event am Strand, das wir uns anschauen gingen.

Hach ja, das fiel uns schon sehr schwer, früher als geplant abzureisen. Aber das fällt uns jedes Jahr schwer und würde uns nicht leichter fallen, würden wir erst in einer Woche oder in einem Monat abreisen. So genossen wir Samstag noch unsere Spaziergänge und den Platz, spazierten auch am Sonntagmorgen nochmal durch die Landschaft und sagten dann Au revoir. Für nächsten Sommer haben wir unseren Platz bereits für zwei Monate reserviert.

Gouarec mit Lagerfeuer

Als wir am 17. September abreisten, war es wieder ganz nebelig. Uns gefällt das sehr, diese herbstliche Stimmung in unserem Lieblingsort. Aber wir mussten Tschüss sagen und so fuhren wir bis Gouarec. Dort auf dem Platz auf dieser kleinen Halbinsel war es diesmal viel leerer, als noch vor ca. zwei Wochen. Finden wir natürlich mehr als gut. Als wir vor fünf Jahren das erste Mal auf diesem Platz waren, gehörte er noch einem anderen Besitzer. Der hatte eine große Feuerschale an einem Platz stehen und die – so dachten wir – war dann verschwunden, als der neue Besitzer übernahm. Heute wollten wir uns ans Ende des Campingplatzes und der Halbinsel stellen und siehe da:

Wie genial toll: Schöne Natur um uns herum und dann auch noch eine Feuerschale. Die haben wir abends auch genutzt. Es war richtig gemütlich.

Ein paar Tage in Bains sur Oust

Am nächsten Tag fuhren wir zu Florence, die Filou übernahm. Von dort aus ging es nochmal ein Stück zurück, denn wir wollten in der Natur sein. Also ab nach Bains sur Oust zu diesem kleinen Campingplatz mitten in der Natur. Der ist um diese Zeit so gut wie leer und man hört nur Vogelgezwitscher und nachts Eulen. Kein Straßenlärm oder ähnliches – sehr wohltuend und genau das Richtige für uns. Wir sind natürlich vieeel mit Emma spazieren gegangen.

Einfach schön: Es herbstelt in der Bretagne. Wir freuen uns sehr darüber, das bunte und fallende Laub zu sehen und den Herbst zu riechen.

Hier seht ihr, wie leer der kleine Campingplatz um diese Zeit ist:

Emma – immer fröhlich.

Noch ein bisschen Bretagne

Am Montag dem 23. September 19 sind wir in Bains sur Oust weggefahren. Nach dem Wocheneinkauf in Rendon suchten wir uns ein Freisteh-Plätzchen am Canal Nantes a Brest – irgendwo in der Nähe von Nort-sur-Erdre. Wir begegneten keinem einzigen Wohnmobil. Die Bretagne ist um diese Zeit scheinbar nur noch an der Küste ein Reiseziel der Camper. Wir hatten an diesem Tag – und auch schon am Tag zuvor – bedeckten Himmel und immer mal wieder Regen. Die Regenpausen nutzen wir für kurze oder längere Spaziergänge.

Noch mehr Herbst und es duftete auch so herrlich erdig.

Abends sind wir aber noch ca. 25 km weiter gefahren und zwar zum Örtchen namens Teille. Das ist nun kein Ort, den man immer wieder besuchen muss, aber auch kein hässliches Plätzchen. Grund für die Weiterfahrt war unser Strom. Wenn wir Zuhause sind, werden wir noch ein weiteres Solarpanel auf den Wagen packen. Wir haben momentan 210 Watt, 344 Ampere AGM-Batterien und das reichte die ganze Zeit sehr gut aus. Aber jetzt, nach ein paar vielen bewölkten Tagen, müssen wir uns mal an den Strom hängen. Also wird aufgerüstet, damit wir zukünftig auch an herbstlichen Tagen mit eigenem Strom auskommen.

Der Stellplatz in Teille kostet 6 Euro und hat 6 Plätze – die waren alle unbesetzt, sehr gut. In der Nacht hat es kräftig geregnet und auch am nächsten Morgen regnete es immer wieder. Wir sind mit Emma am Plan d`Eau spazieren gegangen.

Gemütliche Fahrt durch die Lande

Nach diesem Gang entlang des Weihers fuhren wir weiter durch die Lande. Gemütlich über kleine Sträßchen, durch kleine Orte und durch viel Natur. Es ging ein Stück die Loire entlang und wie ihr seht, hat es noch viel geregnet. Fotos sind alle während der Fahrt geschossen.

Und irgendwann kamen wir an einem der vielen Picknickplätze aus. Das ist wirklich toll in Frankreich. Überall sind kleine Erholungsgebiete angelegt. Hier an diesem Platz haben wir am ziemlich späten Mittag gepicknickt.

La Garette in Marais Poitevin

Unser Ziel war eigentlich ein Freistehplatz mitten in der Natur, den wir schon zwei oder drei Mal angefahren sind. Aber so etwa 20 Kilometer davor kamen wir durch das Sumpfgebiet in der Nähe von Niort namens Marais Poitevin. Und dort entdeckten wir einen kleinen Ort und einen um diese Zeit sehr leeren Campingplatz. Ein wirklich interessanter Ort. Den mussten wir uns anschauen und so planten wir um und übernachteten auf diesem Campingplatz, der etwas verwildert aussah. Aber, so was lieben wir. Dort kann man auch große Zelten mieten und eins davon war belegt. Ansonsten standen wir wieder ganz alleine.

Der Ort hat Charme, war aber jetzt wie ausgestorben. Es gibt viele Gites, also Herbergen. Ich denke, im Sommer ist hier der Bär los. Das Sträßchen ist sehr schmal und die Häuser stehen auf der einen Seite direkt am Wasser. Jedes Haus hatte irgendwas Besonderes. Am liebsten hätte ich noch viel mehr fotografiert, aber es sind jetzt schon eigentlich zu viele Bilder.

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