6. Juli bis 9. Juli 2014 – Ginestar am Ebro

Wir fuhren also weiter und unser Ziel war der Ebro. Die Fahrt dahin war ziemlich anstrengend, denn – ich erwähnte es bereits – es ist Juli und die Hitze ist dann nicht zimperlich und klaut einem die Energie.

Wir suchten am Ebro eine Stelle, wo wir mit Kulti übernachten konnten. Bestenfalls sollte die Stelle direkt am Fluss sein und idealerweise ruhig und umzingelt von der Natur. Wir suchten und suchten und suchten… und fanden eine solche Stelle, als wir den idyllischen Ort namens Ginestar durchquerten und verließen und auf den Fluss zufuhren. Mit Weintrauben im Rücken und Blick auf den Ebro genossen wir den Rest des Tages und auch noch den Abend.

Ginestar - idyllisch und gemütlich

Ginestar – idyllisch und gemütlich

Ebro - starke Strömung, also nix für Emmas Schwimmgelüste

Ebro – starke Strömung, also nix für Emmas Schwimmgelüste

Der Angler prüft die Fischlage

Der Angler prüft die Fischlage

Abendstimmung am Ebro

Abendstimmung am Ebro

Auch Emma genießt

Auch Emma genießt

Emma ist noch arg schreckhaft und so müde, dass sie noch nicht mal spazieren gehen wollte. Das soll was heißen! Sie wurde aber munterer, als ich mit ihr ans Ufer ging und ein wenig im Wasser planschte. Dicke Fische schwammen im Fluss und abends konnten wir drei Adler beobachten, die ihre Kreise über den Ebro zogen. Zudem flogen einige Reiherarten und etliche andere Vögel umher. Abends kam ein Spanier mit zwei Hunden dorthin, um die Adler anzuschauen. Er sagte uns, dass der Ebro und die Natur weiter oberhalb noch schöner sei. Morgen werden wir uns das ansehen und Richtung Mora tuckeln.

Montag, 07. Juli 2014

Emma weckte mich zuverlässig um halb 7. Da es herrlich frisch war, bin ich direkt mit ihr eine große Runde gelaufen – zwischen Weinfeldern und Obstbäumen hindurch. Der Ort gefällt mir mehr als gut: Genügend Natur und ein Dorf mit charmanten Gassen, Häusern und sehr freundlichen Bewohnern. Heute Morgen stellte sich heraus, dass der Spanier, der gestern Abend mit seinen Hunden kam, der Mann vom Ayuntamiento war. Freundlich grüßend fuhr er heute Morgen mit dem Auto der „Stadt“ an den Fluss, als wir  unseren Morgenkaffee tranken.

k-10_Ginestar Morgenrunde mit Emma

k-11_Almacen

Anschließend sind wir zum Ort gegangen, aber wir waren zu früh. Die Geschäfte hatten noch geschlossen und Ginestar war grade erst dabei aufzuwachen. Machte aber nichts, denn wir konnten uns an den alten Häusern mit ihren antiken Toren, Türen und Fenstergittern erfreuen.

k-15_Kirche Ginestar

k-16_Gassen

k-17_Schmied

Bäckerei...die ganze 10 Baguettes hatten

Bäckerei…die ganze 10 Baguettes hatten

k-19_Tor

 

Was wirklich auffiel war die Freundlichkeit der Bewohner. Wir fühlten uns willkommen, denn genauso verhielten sich die Menschen uns gegenüber. Viele Hundehalter spazierten früh morgens und abends zum Fluss hinunter. Gepflegte Hunde begegneten uns und die Halter waren stets erfreut, wenn Emma zu einem Spiel mit ihren Vierbeinern bereit war. Stolz erzählte uns der ein oder andere vom hohen Alter ihrer Hunde.

Im Ort begegnete uns ein riesiger schwarzer Schäferhund-Mix, dem die Gutmütigkeit anzusehen war. Er begrüßte Emma und als zwei andere große Hunde laut bellend angerast kamen, stellte er sich beschützend vor sie. Die Beller verstanden sofort, hielten bellend Abstand. Der sanfte Riese stellte sich in den Weg, schaute zu uns, dann wieder zu den bellenden Hunden und sorgte dafür, dass wir mit Emma vergnügt weitergehen konnten. Okay, wir waren dem Riesen garantiert ziemlich egal. Beschützt wurde Emma, aber am anderen Ende der Leine war ich und somit fühlte auch ich mich beschützt. J

Mittags fuhren wir nach Mora. Nun ja, es ist eine Stadt und wir sind keine Stadtfans. Wir erledigten unsere Einkäufe und beschlossen, noch einen Tag und eine Nacht in Ginestar zu verbringen.

Es passierte nichts, was zu erzählen wäre. Naturfreunde können sich denken, dass solch eine natürliche Umgebung am Fluss wohltuend ist. Entspannen geht hier ganz schnell und man fühlt sich innerlich ruhig, gelassen und einfach wohl.

 

Mittwoch, 9. Juli 2014

Nachdem wir uns immer noch nicht von Ginestar trennen konnten, blieben wir auch noch den Dienstag dort. Mittlerweile grüßten uns schon sämtliche Bauern, Spaziergänger und andere Dorfbewohner. Heute schafften wir es dann loszufahren und fuhren und fuhren und fuhren…

Wir kamen auf die wunderbare Idee Roses anzufahren und von dort an der Küste entlang über die Grenze zu fahren. Die Idee war wirklich grandios… Unsere Straßenkarte ist nicht so genau und auf dieser Karte sah es aus, als würde man gemütlich entlang des Meeres tuckern. Gemütlich wurde es nicht, denn die Strecke war ziemlich kurvenreich und hatte auch ziemliche Steigungen. Unser Kulti schaffte das alles problemlos. Allerdings waren die Fahrzeuge hinter uns nicht immer begeistert, uns als Schlangenanführer zu haben.

Jetzt stehen wir irgendwo auf einem Campingplatz, der keine Reize besitzt, sich auch nicht in ruhiger Umgebung befindet, dafür Duschen hat. Wir schlafen hier und fahren morgen weiter. Mal sehen, ob wir bis Vic la Gardiole fahren oder doch noch vorher irgendwo einen Tag verbringen. Man weiß ja nie, was einem der Weg an Überraschungen bringt.

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