Heute war ein schöner Sonntag. Wir genossen vormittags den Ringkøbing Fjord, tuckerten gemächlich gen Süden und besuchten am nächsten Morgen den Troll Markus Knuskrammer.
Morgens um halb 9 am Ringkøbing Fjord
Sonntag, 09. August 2026: Die Nacht auf dem Bauernhof war angenehm still und dunkel. Es bleibt nicht mehr so lange hell und wird auch morgens später hell – hurra, hurra. Trotzdem wachte ich gewohnheitsmäßig gegen halb 5 auf, konnte meinen Körper jedoch zu weiterem Schlaf überzeugen.
Gegen 8 Uhr wurde ich erneut wach. Gerd saß bereits mit Kaffee am Tisch und studierte die News des Tages. Er brachte mir einen Kaffee ins Bett und startete den Wagen. Wir fuhren zum Parkplatz direkt an den Fjord. Warum so früh? Weil wir dachten, dass bestimmt tausende Leute die Idee hatten.
Aber nix da. Die Orte, die wir schön finden, entsprechen halt nicht dem Geschmack des Mainstreams (hahaha, endlich habe ich dieses Unwort des Jahres auch mal eingebaut).
Es war soooo herrlich ruhig, so eine wohltuende Stille. Erst gegen halb 11 erschien das erste Auto.

Wir packten unsere Frühstückstasche und den Buggy und spazierten los. Einige Hundehalter begegneten uns. Hier sind Hunde wieder nur angeleint erlaubt. Emma durfte mal einem Hund Hej sagen. Für sie ist das echt schlimm, wenn sie zu wenig Kontakt zu Hunden hat.
Ansonsten war sie aber super fröhlich und fand den Spaziergang ganz wunderbar. Der Buggy blieb leer, beziehungsweise darin transportieren wir die Frühstückstasche.
Wir suchten uns einen Frühstücksplatz direkt am Wasser und an einer kleinen Sandbucht aus. Emma konnte baden und wir konnten in aller Ruhe mit einem wunderschönen Ausblick frühstücken.
Zu meiner Freude kam eine Frau mit meiner Lieblingsrasse.

Naja, auch einer Emmas Lieblingsrassen, aber sie konnte nicht hin. Der Border hatte eh nur Augen für sein Frauchen.
Dafür ging ich mal mit Emma ins Wasser, damit sie besser alles inspizieren konnte.
Und Gerd musste mal die Bank auf dem Steg testen.
Sie wollte dann wieder losmarschieren. Warten ist nicht so ihr Ding.

Natürliche und künstliche Flügel auf einem Bild.

Das war ein ganz wunderbarer Morgen.
In dieser Gegend sowie auf der anderen Seite bei Hivde Sande ist übrigens ganz frisch ein Wolf zum Abschuss freigegeben. Er hat sich wohl 3 x in der Nähe spielender Kinder gezeigt und ist auch durch Klatschen und Rufen nicht weggelaufen. Er hat wohl einfach geglotzt und meistens sind es ja Jungwölfe, die leider noch nicht kapiert haben, dass man sich von der Menschenrasse besser freihält. Sie suchen jetzt mit Drohnen und Gewehren nach ihm. Ich weiß nicht, was ich davon halten sollte und ich weiß auch nicht, ob es ich toll fände, würde ich einem Wolf begegnen. Allerdings laufen viele Dänen gegen die Abschießerei Sturm. Und es wurde ein Video von einem Hundehalter mit kleinem Hund an Flexileine gezeigt, der mit seinem keifend bellenden Hund auf den Wolf zuging. So blöd muss man sein. Der Wolf ist abgehauen.
Wir sind noch bis zum späten Nachmittag an diesem wunderschönen Ort geblieben, bevor wir uns auf den weiteren Weg gen Süden machten. Es tauchten zwar irgendwann ein paar deutsche Surfer auf, aber der Wind war fürs Surfen nicht stark genug. Gut für uns.
Troll Markus Knuskrammer der Kuschelfanatiker
Montag, 10. August 2026: Übernachtet haben wir in der Nähe von Løgumkloster, denn dort im Wald (im sogenannten Sparkassenwald) wohnt der Troll Markus Knuskrammer von Thomas Dambo. Knuskrammer heißt so was wie Kuschelfanatiker, Umarmer (Hugger). Er liebt es, andere zu umarmen und wird auch gerne umarmt.
Wir parkten direkt im Wald auf einem sehr kleinen Parkplatz. Es regnete nämlich und dieser Weg sollte der kürzeste sein. Nun jaaaa… Wir suchten zuerst ohne Google Maps, fragten eine Frau mit kleinem Kind nach dem Weg, aber die meinte, sie wüsste es nicht. Ob sie es wirklich nicht wusste? Wir werden es nicht erfahren.
Jedenfalls liefen wir im Wald herum.
Kein Troll zu sehen. Also Google Maps geöffnet und der zeigte uns die Richtung. Es ging mitten durch den Wald über einen sehr kleinen Pfad. Das war schon urig da. Und dann sahen wir den Markus.
Dieser Troll ist wirklich toll, sozusagen ein toller Troll. Wieder diese Details, die nur Thomas Dambo zustande bekommt.
Hat der nicht ein niedliches Gesicht? Da steht der Markus Knuskrammer und umarmt einen Baum.
Und weil er gerne umarmt werden möchte, habe ich es versucht. Aber er war so groß und so breit. Ein schwieriges Unterfangen.
Noch ein Blick zum Abschied und Gerd versuchte schon den Rückweg herauszufinden.

Wir waren mittlerweile ziemlich durchnässt, denn es regnete immer mehr. Aber wir waren auch happy, den Knuskrammer besucht zu haben.
Zurück nutzen wir gar nicht Google Maps, sondern unsere Pfadfinderin Emma. Wir latschten einfach hinter ihr her und sie brachte uns zielgenau zum Wohnmobil.
Das war ein schönes Suchen und Entdecken. Man wird einfach zum Kind, wenn man auf Trollsuche geht.
Nun sind wir nochmal für 3 Tage im Norden Deutschlands und werden dann nochmal für 3 Tage nach Dänemark fahren, bevor es erneut nach Norddeutschland geht.
Und wenn ihr euch nach dem letzten Post gefragt habt, worauf ich mich wie ein kleines Kind freute: Na auf den Picknickgang am Fjord und auf die Suche nach dem Troll. Man kann halt auch mit kleinen Sachen großen Kindern eine Freude machen.
Bis bald wieder und bleibt gesund, munter und fröhlich
Mary, Gerd und Emma









































