Corona-Sommertour 2020

Wir sind tatsächlich unterwegs. Wer hätte das im März gedacht – wir jedenfalls nicht. Wegen Corona sahen wir uns schon in der spanischen Sommerhitze brutzeln. Aber nu ist ja doch alles anders gekommen.

Wegen Corona durch Spanien geflogen

14. Juni 2020 – Bei uns in Spanien ist noch Alarmzustand. Wir hocken in Phase 3 und erst am 22. Juni werden die Grenzen geöffnet und Touristen ins Land gelassen. In Frankreich haben am 15. Juni die Grenzen geöffnet.

Also trödelten wir nicht, sondern nahmen die AP7, die nun bis Tarragona (von uns aus, von Murcia aus gesehen) kostenlos ist. Wir waren begeistert, denn auf dieser Autobahn fährt man sehr gemütlich und irgendwie fast nur ebene Strecke – keine Berge rauf- und runterfahren.

Am späten Nachmittag hatten wir uns noch von Gitti und Lukas verabschiedet – unseren lieben Freunden – und bekamen als Wegproviant einen leckeren Käsekuchen gebracht. Käsekuchen = wirklich mit Käse, nicht süß sondern herzhaft.

Und dann fuhren wir bis Torrenostra. Es war schon recht spät und es dunkelte bereits.
Hinweis: Die Bilder erscheinen klein. Klickt einfach das erste Foto an und schon seht ihr es im größeren Format und könnt euch durch die jeweilige Galerie klicken.

Am nächsten Morgen bestaunten wir wieder die grüne Landschaft, wie wir sie schon im Oktober 2019 bewundert hatten. Wir kannten Torrenostra bis dahin nur trocken, karg und staubig. Der Regen hat die Landschaft verwandelt. Und teils lagen die Pfade voller Steine. Da hat das Meer wohl getobt.

Und dann entdeckten die Hunde und ich diese Vögel. Zuerst war nur einer da – die Hunde mussten sich hinsetzen und durften nur gucken.

Aber dann fing der eine Vogel an zu rufen. Scheinbar waren ein Nest oder Jungvögel in der Nähe. Ruckzuck kamen ca. 20 Vögel angeflogen, schrien von oben auf uns runter und machten Scheinattacken. Wir haben uns dezent zurückgezogen und wollten nicht weiter stören.

Weiter nach Frankreich

15. Juni 2020 – Nach diesem schönen Spaziergang ging es weiter. Wir wollten heute Frankreich erreichen. So fuhren wir wieder über die AP7 und zwar durch richtig schöne katalonische Landschaften.

Kurz vor der Grenze – gähnende Leere. Die meisten Geschäfte waren geschlossen. Schließlich ist ja noch Alarmzustand und in Spanien ist das Corona-Virus ganz gefährlich…
Übrigens hat uns die AP7 von Tarragona bis Figueras ca. 39 Euro gekostet. Das Geld ist die Autobahn aber wert.

Wie gesagt: Spaniens Grenzen sind noch dicht, während in Frankreich seit heute wieder Touristen einreisen dürfen. An der Grenze von Frankreich nach Spanien stand genau….gar kein Zoll-Beamter. Keine Kontrolle, nix. Aber, die Franzosen machten Passkontrollen. Und: Diese Beamten trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Irgendwie kamen wir uns wie in einer anderen Welt vor.

Drei Monate hat Spanien uns eingeimpft: Vorsicht! Gefahr! Wir haben auch eine Maskenpflicht, nämlich überall da, wo man den Abstand von 2 Metern nicht einhalten kann. Somit in Geschäften sowieso.

Wir überschritten die Grenze und ihr kennt sicherlich diese Einkaufsmeile. Die war total voll, so wie immer. An den Tabakläden standen riesige Menschenschlangen. Keiner hatte einen Mund-Nasen-Schutz im Gesicht. Von Abstand halten hatte hier scheinbar auch noch niemand etwas gehört.

Wer ist nun seltsam? Wir in Spanien oder die Franzosen? In den Geschäften trugen die Verkäufer keine Masken. Wir haben uns ne Pizza gegönnt – niemand in der Pizzeria trug Maske. Kein Angesteller, kein Kunde.

Vielleicht ist das Virus in Frankreich nicht so gefährlich wie in Spanien? Wer weiß. Wer weiß überhaupt irgendwas? Seltsame Zeit.

Nun ja, wir fuhren weiter und stellten unseren Trödelgang ein. In Perpignan bogen wir auf die D117 ab. Ein paar Fotos sind unscharf, denn ich schoss sie alle während der Fahrt. Stellt einfach eure Augen schärfer ein *grins*.

Diese Burgen – gaaanz oben aufm Felsen. Ich muss mir dann immer vorstellen, wie sie die damals gebaut haben müssen.
Denkt dran: Erstes Foto anklicken und ihr könnt die Lupe an die Seite legen.

Nu kommen Wackelbilder. Bei solch einer kurvenreichen Straße, mit Felsüberhängen auch noch, drücke ich einfach ab, ohne großartig hinzugucken.

Und nu übernachten wir in Quillan. Mh, also, es ist ein nichts sagendes Dörfchen. Vielleicht haben wir die Schönheiten noch nicht entdeckt. Falls sie vorhanden sind, bleiben sie allerdings von uns unentdeckt, denn morgen tuckern wir weiter.

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