Ein bisschen crazy, aber isso…

Wer uns kennt weiß, dass wir nicht ganz so normal sind. Das ist ja auch gut, aber manche könnten nun denken: Die sind wohl nicht ganz frisch im Kopf.

Was wollen wir und was wollen wir nicht?

Alsooo, das war so: Wir kamen Anfang Oktober von der Sommertour zurück. Es war bereits klar, dass Ernie verkauft wird und wir uns anschließend einen Bert holen. Wie Bert aussehen wird, das wissen wir noch nicht. Und zunächst haben wir uns auch um nichts gekümmert. Wir mussten uns nämlich erstmal darüber klar werden, was wir wollen und was nicht.

Fakt ist: Sobald wir an unserem alten Zuhause sind, ist das Zuhausegefühl auch wieder da. Aber, wollen wir wieder dahin?

Fakt ist: Wir haben keine Lust auf das ständige Gefühl, von der Guardia Civil verjagt zu werden. Die Strände, an denen (noch!) nicht gescheucht wird, sind uns viel zu voll. Da stehen schon wieder viele Überwinterer und wir sind keine Freunde von Massencamping.

Nun hatten und haben wir das Glück, über eine Freundin an einen privaten Stellplatz direkt am Meer gekommen zu sein. Dort werden wir in sehr naher Zukunft sozusagen Haus und Garten hüten und Pflanzen gießen. Das ist aber wahrscheinlich „nur“ ein vorübergehender Platz.

Fakt ist auch: Im Winter wollen wir in Aguilas sein. Da sind unsere Freunde. Da sind die Menschen, die uns ans Herz gewachsen sind. Und da ist auch die Natur, die wir im Herbst und Winter sehr lieben (dieser Kräuterduft in der Luft – herrlich).

Nach langen Überlegungen kamen wir zu einem Entschluss…

Ein fester Platz im „alten“ Zuhause

Ende Oktober sprachen wir unseren Verpächter an, bei dem wir über sieben Jahre ein Grundstück gepachtet hatten. Unser Häuschen haben wir ja verkauft, aber Diego hat uns vor einem Jahr direkt gesagt, dass wir jederzeit wiederkommen können.

Und genau das haben wir jetzt getan: Wir haben uns wieder ein Grundstück gepachtet und zwar eine Etage über unserem alten Zuhause. Die Grundstücke sind hier terrassenförmig angelegt (das waren früher Felder).

Verrückt? Ja, irgendwie schon. Aber vielleicht braucht es manchmal Umwege, um zu wissen und zu spüren, was einem wichtig ist.

Die Gründe für diese Entscheidung:

Campingverbote an den Stränden: Man kann hier noch freistehen, aber nur an wenigen Stränden und das auch nicht mehr tagelang. Wie oben schon erwähnt gibt es noch Strände, bei denen die Polizei und das Amt noch gnädig zu sein scheint. Lange wird das aber nicht gut gehen, denn dafür stehen dort viel zu viele Camper.

Macht man hier einfach nur Urlaub, ists egal, wenn man weggeschickt wird. Dann zieht man halt weiter. Wenn man aber im WoMo lebt und            aus mehreren Gründen an einen Ort gebunden ist – dann ist das kacke. Das kennen wir noch von damals, als wir die ersten sieben Jahre im          WoMo lebten. In einem Jahr wurde strenger vorgegangen. Dieses Gefühl, nur geduldet zu sein, aber jeden Moment verjagt werden zu                    können – nö, das war nicht schön. Damals hatten wir einen Platz bei einer Spanierin und später einen bei einer deutschen Freundin.
Das war prima, weil wir immer eine Möglichkeit hatten, einfach in Ruhe zu leben.

Gerds Job und mein Job: Während ich weder Material besorgen noch zu Kunden fahren muss, ist dies bei Gerds Job notwendig. In der Theorie wäre das kein Problem. In der Praxis ist es nervig. Ich sitze dann im Wagen und lass mich sozusagen durch die Gegend fahren. Klingt ja schön. Ist es auch, wenn man auf Reisen ist.

Ich liebe aber meine Selbstständigkeit und das auch, weil ich selbst entscheiden kann, wann ich anfange und wie lange ich arbeite. Nun sähe das anders aus. Nööö, das wäre nicht schön.

Wir sind halt noch nicht im Rentenalter (Gott sei Dank), haben weder geerbt noch im Lotto gewonnen und müssen somit noch einige Jahre unsere Knete selbst verdienen. Das macht auch überhaupt nichts. Ich mag meinen Job und möchte ihn nicht missen. Nur müssen ein paar Rahmenbedingungen stimmen, damit mein Job weiterhin gut läuft. Und dafür haben wir jetzt gesorgt.

Einfach Lust auf eigene Pflanzen: Jo, klingt banal, aber das fehlte uns wirklich. Eigene Pflanzen (Gemüse und Blumen), an denen man immer wieder mal fuchteln kann.

Natur im Campo: Die Natur hier im Campo ist einfach sehr schön. Bei den Spaziergängen duftet es nach Kräutern. Man kann hier stundenlang mit dem Hund gehen und begegnet keinem Menschen. Manchmal trifft man auf Kaninchen, Füchse oder auch mal auf Wildschweine. Und fast täglich kann man zusehen, wie sich die Natur verändert. Im Winter ist die Abendstimmung wahnsinnig schön. Und die Sonnenuntergänge in den Bergen – ein Schauspiel der besonderen Art.

Die Nachbarschaft – Das ist für uns ein besonders wichtiger Punkt. Wir genießen hier eine sehr gute Nachbarschaft. Es gibt hier zwar auch Leute, mit denen wir nix am Hut haben, aber das sind die Ausnahmen. Zur Nachbarschaft gehören zudem Freunde. Die könnten wir natürlich weiterhin treffen, auch wenn wir nicht hier wohnen würden. Aber, es ist einfach schön, Freunde als Nachbarn zu haben.

Zudem gibt’s hier keine engen Regeln. Wir können im Grunde machen was wir wollen. Da steht kein Vermieter und meckert und auch die Nachbarn sind keine Meckerer. Es geht locker zu und so was müsste man erst mal wieder finden.

Und die Sommertouren?

Die Sommertouren machen wir selbstverständlich weiterhin, nur mit Bert – Bert ist das Wohnmobil, das Ernies Nachfolger wird. Wenn wir Ernie verkauft und Bert gekauft haben, stellen wir euch natürlich den Bert vor.

Wir werden auch weiterhin am Strand verweilen. Im Moment pendeln wir ja eh zwischen Campo und Strand hin und her, da wir ja den Garten-Hütejob angenommen haben. Das gefällt uns gut. Mal hier, mal dort und sowohl Campo als auch das Meer genießen.

Und so sieht unser neuer fester Platz aus

Unser neuer Platz im Campo ist kleiner als unserer voriger. Es ist genau das Grundstück, das uns schon vor über sieben Jahren gefiel. Dort stehen Olivenbäume, die auch noch gut tragen. Dadurch wirkt es auf uns total gemütlich. So nach und nach werden wir es uns noch gemütlicher machen – vielleicht zeige ich euch zwischendurch immer mal Fotos.

Heute haben wir den ersten Gartentag gemacht und ein paar erste Pflänzchen gesetzt. Sieht für euch wahrscheinlich nach nix aus, aber wir wissen, was daraus werden kann. Das andere Grundstück, auf dem wir vorher lebten, sah anfangs ähnlich aus, nur ohne Bäume. Es war purer Acker. Uns macht es Spaß, das Stück zu gestalten. Und Emma hat hier ihre hündischen Freunde und ist bei den Spaziergängen wieder ganz damit beschäftigt, das Campo zu kontrollieren.

 

Löcher graben und hacken – für den Zaun, der noch kommen wird:

Kaffeepause muss sein

Mal Campo,  mal Strand

 

So, nu habe ich euch über alles informiert und ihr seid wieder im Bilde.

 

Genießt das Leben – das tun wir auch

 

Bis bald

 

Mary, Gerd und Emma

2 Gedanken zu “Ein bisschen crazy, aber isso…

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