Südfrankreich Pyrenäen und so

Endloser Nutzwald, Mini-Camping im Nirgendwo, schöner Platz am Fluss und nun ein Knast-Camping am Lac – aber die Fahrt war toll.

Ewig durch den Nutzwald

Samstag, 23. September 17 – Wir wachen spät auf, da am Fluss in St. Savinien. Dicker Nebel schwabbert übers Wasser und das sieht gespenstig gut aus. Die zwei Tage taten uns gut und hätte Emma gewusst, dass die grüne Zeit vorbei ist, hätte sie sich bestimmt hundert Mal mehr im Gras gewälzt.

Nach ausgiebigem Kaffeegenuss und einem Spaziergang ging es dann weiter. Der Nebel lichtete sich im Laufe der Fahrt und es wurde  ziemlich warm – uns schon viel zu warm. Wir fuhren durch einen schier endlosen Wald – Nutzwald. Also brav in Reihe gepflanzte Nadelbäume , die keine wohltuende Wirkung ausübten.

Mittendrin war ein Mini-Mini-Campingplatz. Entweder hat der schon bessere Zeiten erlebt oder er hat noch nie gute Zeiten erlebt. Alles wirkte etwas arg runtergekommen und ringsum war … Nutzwald. Ein paar fest installierte Wohnwagen stehen dort, die aber jetzt alle leer standen.

Wir hatten keine Lust mehr weiterzufahren, also buchten wir eine Nacht. Mit uns stand noch ein Paar mit zwei Berner Sennenhunden. Die reisten ebenfalls am nächsten Morgen ab.

Aufgrund dieser Demos und des Polizeiaufgebots in Barcelona hatten wir erst überlegt, über San Sebastian in Spanien einzureisen und dann den Ebro entlang zu gondeln. Wir sind allerdings noch von unserem Erlebnis im letzten Sommer arg traumatisiert. Wir kennen diese Strecke nicht und wollten keine hohen Berge riskieren – oder wieder im Nirgendwo Spaniens rumgurken. Also entschieden wir uns wieder für den Grenzübergang bei Perpignan. Fahren wir auch sonst nur kleine Straßen, werden wir diesmal um Barcelona einen Bogen machen und die Autobahn nehmen.

Jupidu, ein Platz an der Garonne

Sonntag, 24. September 17 – Wieder wachten wir spät auf, denn erneut hielt der Nebel die Sonne davon ab, uns zu wecken. Das sah richtig toll aus, diese fetten Nebelschwaden in diesem merkwürdigen Wald.

Unser Ziel war heute die Garonne. Dort hatten wir uns einen Platz zum Freistehen ausgesucht. Und juhu, der Platz war wirklich schön und ruhig und idyllisch. Die Bewohner des kleinen Ortes Capens waren zudem sehr freundlich.

Die Temperaturen lagen bei 30 Grad, aber da im Schatten der Bäume ließ es sich gut aushalten.

Wie man auf den Fotos sieht wird es schon trockener. Wiese war da, aber nicht mehr dieses saftige Grün.

Der Sonntag war also sehr schön und wohltuend. Den Platz haben wir sehr genossen.

Fahrt durch die Pyrenäen

Montag, 25. September 17 – Komischerweise konnten wir an diesem schönen Platz an der Garonne nicht schlafen. Selbst Emma war ständig wach. Mmmh, keine Ahnung, was das war. Das Gute daran war, dass ich schon um kurz nach 7 Kaffee kochte und wir somit mal früh losfuhren.

Unsere Tour ging heute durch die Pyrenäen. Natürlich nicht in schwindelnde Höhen, denn das wollen wir mit Kulti nicht mehr machen.

Die Strecke war wirklich total schön, auch wenn es zwischendurch haarig knapp aussah. Diese Fotos habe ich leider nur mit meinem einfachen, alten Smartphone geschossen. Aber sie zeigen ein Stück der Strecke:

Weiter gings durch tolle Landschaften und manchmal über arg enge Sträßchen:

Lac …

Die Fahrt haben wir also genossen … das Ziel war dann, ähm, also, es war echt hässlich. Trotzdem bleiben wir hier über Nacht stehen, denn 200 km täglich sind genug.

Wir sind jetzt am Lac (See) in Villeneuve de la Raho  – kurz hinter Perpignan. Grüne Wiese sucht man hier schon vergeblich. Es ist trocken und staubig, wie wir das von Spanien kennen. Nun ja, daran müssen wir uns wieder gewöhnen.

Vielleicht könnte man am See auch irgendwo freistehen. Aber, als wir ankamen war der Himmel dunkelgrau bis schwarz. Es ist Regen angesagt und dann ist es furchtbar egal, wo wir stehen. Somit entschieden wir uns für den Knast-Camping: Ringsum Zaun und man kommt nur mit Code hinein und das sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß. Keine Ahnung, wovor die hier so ne Angst haben.

Nun ja, wir sind mit Emma noch ein Stück am See entlang gegangen. Sie schwamm ne Runde und jetzt sind wir im Kulti. Es regnet und in der Ferne hört man Donnergrollen. Wir machen es uns gemütlich, werden später lecker kochen und morgen die Grenze passieren.

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