Leben im Wohnmobil – Und nu?

Heute möchte ich einfach mal über die Erwartungen schreiben – und zwar über die Erwartungen anderer Menschen. Wir werden nämlich immer wieder gefragt, wann es losgeht – dabei ist es doch schon längst losgegangen.

Leben im Wohnmobil: Gute Reise!

Uns wird also oft eine gute Reise gewünscht. Ja danke sehr! Ich hoffe, damit ist die weitere Lebensreise gemeint…

Natürlich weiß ich, dass genau das nicht gemeint ist. Leben im Wohnmobil – das bedeutet für viele Menschen, dass gereist wird und das in möglichst ferne Länder und immer und ständig.

Das ist es aber nicht für uns und das war und ist auch nicht der Grund für unseren erneuten Umzug in ein rollendes Zuhause.

Wir werden reisen, keine Frage. Aber das steht bei uns gar nicht so sehr im Mittelpunkt.

Warum im rollenden Zuhause wohnen?

Wir haben ein Motto: Folge deinem inneren Feuer.

Klingt esoterisch, isses aber gar nicht.

Wenn wir merken, dass unser Leben eine Veränderung braucht und/oder wenn wir spüren, dass in unserem Innern ein Wunsch so heiß brennt, dass dieses Feuer kaum zu übermerken ist, dann gehen wir unseren Bedürfnissen nach.

Wir hatten also schlicht und ergreifend wieder den immer lauter werdenden Wunsch, das fixe Zuhause gegen ein mobiles Zuhause zu tauschen.

Warum? Weil wir uns damit einfach sauwohl fühlen.

Ich (Marion) habe unser Häuschen wirklich geliebt und bin auch immer noch gerne dort in der Gegend. Aber irgendwie scheint in mir ein bisschen Zigeunerblut zu blubbern. Sobald wir länger im Häuschen waren, wurde ich unruhig, hibbelig und fühlte mich festgetackert. Schwer zu beschreiben, aber das ist schon so, seitdem ich denken kann.

Ich wechsle gerne den Ort und wohne gerne mal hier, mal da und komme auch gerne immer wieder an bestimmte Orte zurück.

Wir sind mehr draußen, wenn wir mit dem WoMo irgendwo stehen. Wir finden den für andere Menschen engen Raum total gemütlich.

Somit genießen wir jetzt das, was wir uns wünschten und wie lange wir das tun, das wissen wir nicht. Wenn wir gesund und munter bleiben, dann solange, bis wir keine Lust mehr dazu haben oder wieder einen fixen Anlaufpunkt brauchen oder oder oder.

Welche Erwartungen haben wir?

Unsere Erwartungen sind wesentlich kleiner als die einiger anderer Menschen. Wir bleiben einfach offen und schauen mal, was uns so auf dem weiteren Lebensweg begegnet und was unser Inneres zum Ausdruck bringen möchte.

…und manchmal begegnen uns seltsame Dinge auf dem Weg – was soll uns das sagen *g*

Einige Menschen sind schon ganz gespannt und warten darauf, dass es endlich losgeht und auch auf die damit erwarteten Berichte im Blog.

In Wirklichkeit hat es für uns nie aufgehört oder anders gesagt: Es hat schon längst angefangen – nämlich unser Leben. Das ändert sich nur ab und zu. Mehr ist es gar nicht.

Wir haben in den letzten Jahren einen Teil unseres Lebens vernachlässigt und dieser Teil fehlt uns. Den Teil möchten wir nun wieder aufleben lassen und pflegen. Dazu gehört unter anderem wieder der häufigere Ortswechsel.

Dann sind wir auch gespannt, ob sich vielleicht neue oder eventuell auch ältere Interessen zeigen. Und wir sind auch gespannt auf die Menschen, die unseren Weg kreuzen werden.

Und gerne würde ich euch an dieser Stelle Fotos der Menschen zeigen, die wir am letzten Wochenende kennenlernten. Es waren richtig tolle und intensive Tage mit sehr sympathischen Menschen – und Hunden. Genau das ist es, was wir so lieben: Offen bleiben, neue Menschen kennenlernen und eine gemeinsame Zeit verbringen. Manchmal entwickeln sich daraus echte Freundschaften, manchmal trifft man sich immer wieder und manchmal bleibt es bei dieser einen gemeinsamen Zeit.

Mal schauen, welche Veränderungen das Ganze mit sich bringt, denn nicht alles ist vorhersehbar. Wir freuen uns auch darauf, uns selbst wieder ein Stück mehr kennenzulernen, denn bei Veränderungen zeigen sich oft bisher unbekannte Stärken und Schwächen, neue Vorlieben und Abneigungen.

Kurzum: Wir freuen uns darüber, dass wir den Schritt getan haben und immer noch bereit sind, Ideen und Träume in die Tat umzusetzen.

Es ist anders als vor 16 Jahren – auch aufgrund der enormen Zunahme an Wohnmobilen. Wenn wir im Sommer in Frankreich unterwegs sind, findet sich kaum ein Plätzchen, wo man mal alleine stehen kann. Und hier in Spanien ist es im Winter auch nicht viel besser. Die Strände und Plätze, wo damals noch wirkliches Freistehen möglich war, die gibt es nicht mehr oder sind von (zu) vielen Überwinterern belagert.

Aber, es ist auch gut so, denn wir haben ja nicht vor, die Vergangenheit zu wiederholen. Im Gegenteil wollen wir einiges aus der Vergangenheit bewusst nicht wiederholen.

Leben im Wohnmobil ist für uns sozusagen ein entschleunigtes Leben.

In diesem Sinne wünschen wir auch euch: Mehr Muße, mehr bewusstes Wahrnehmen – im Innern und im Außen.

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Ein Gedanke zu “Leben im Wohnmobil – Und nu?

  1. Toller Bericht mit tollen Fotos…. Danke 😀 ….. im Übrigen sprichst Du mir total aus der Seele. Vieles sieht momentan bei uns genauso aus wie bei euch – ich liebe das Leben im Wohnmobil, auch wenn es z.Zt. überwiegend auf einem Fleck steht. Das Einzige, was mir wirklich fehlt, ist das Meer….aber die Zeit am Meer kommt auch noch :-D.
    Liebe Grüße,
    Ute

    Gefällt 1 Person

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